Zum Ende des Schuljahres war so viel los in der GOST des OSZ Prignitz…

Radikale Töchter – Workshop mit dem GK-Kunst 12 am 12. Juni 2025

Lenn und Louisa aus Berlin führen mit uns diesen Kunst-Workshop durch und los ging es mit einem Speed-Dating; uns erwarteten Fragen wie; Was nimmst du mit, wenn du aus dem Haus gehst? oder „Wenn heute der letzte Tag deines Lebens wäre, was würdest du tun? Den meisten von uns war nicht klar, wieviel diese Fragen mit Demokratie zu tun haben!

 

 

Es folgte die Gestaltung einer WUT und einer MUT – Ecke und es wurden schnell zwei Themen deutlich, die die Schüler und Schülerinnen bewegen:

                         Das deutsche Schulsystem und Rechtsradikalismus

Mit Hilfe einer Power-Point erzählten uns Lenn und Louisa von vielen beeindruckenden Kunstaktionen, die weltweit Aufsehen erregt haben.

Begeistert von dieser Art Kunst zu machen, starteten die Schüler und Schülerinnen mit der Planung eigener Kunstaktionen…wir sind gespannt aufs nächste Schuljahr, vielleicht lässt sich etwas umsetzten.

Ein großes Dankeschön Lenn und Louisa

Besuch im BKA-Theater „SAFESTAY HOSTEL“ in Berlin mit allen Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrganges am 18. Juni 2025

Schon seit vielen Jahren besuchen wir dieses Theaterstück und es wird immer aktueller. Fragen der Immigration, der Pressefreiheit, einer diktatorischen Machtergreifung spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben und so auch in diesem Theaterstück.

Eine Stunde authentisches Englisch in einem kleinen, aber raffiniertem Theater unterm Dach bietet alles, was Theater so bieten kann. Im Anschluss gab es eine kleine Gesprächsrunde mit den Schauspielern.

Graffiti-Workshop mit Jule aus Berlin und den Schülerinnen und Schülern des
GK Kunst am 4. Juli 2025

Nach einer kurzen Einführung in die Welt des Graffiti ging es auch sofort auf dem Schulhof los mit dem praktischen Arbeiten. Einige Schülerinnen waren super gut vorbereitet und einen gleich ein Motiv parat, welches sie umsetzten. Andere experimentierten mit Schablonen und Spritztechniken: die Ergebnisse konnten sich in jedem Fall sehen lassen!

Danke an Jule und vielleicht bis zum nächsten Jahr!!!

Fahrt nach Hamburg ins Museum für Kunst und Gewerbe mit den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrganges am 8. Juli 2025

…alle Jahre wieder und doch immer wieder neu und spannend – ein Besuch im oben genannten Museum mit unseren 11 Klässlern.   

Als Abschluss der Unterrichtsreihe Kunstepochen von den Anfängen bis zur Gegenwart und allgemein zur Inspiration besuchen wir die ständigen Ausstellungen und auch die aktuellen Ausstellungen dieses wunderschönen Kunsthauses. In diesem Jahr überraschte uns das Museum mit einer Glitzer-Ausstellung, was natürlich den jungen Leuten gut gefallen hat. Wie meistens gab es auch einen Bereich, in dem man selbst kreativ werden konnte.

Rundgang über das künftige LAGA-Gelände mit allen Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrganges und Ernst Volkhardt am 11. Juli 2025

Am inoffiziell letzten Schultag des ewig dauernden Schuljahres 2024/25 führte uns Herr Volkhardt, Geschäftsführer der LAGA 2027, über das künftige Gelände und erläuterte uns die geplanten Umgestaltungen… Wittenberge sieht einer spannenden Zeit entgegen; Wasserturm mit grünem Klassenzimmer, einer Dauerausstellung und gläserenem Fahrstuhl,  Inbetriebnahme der Trinkhalle,  viele Freizeitangebote dazu gehörige Bühnen im Stadtpark und Clara-Zetkin-Park, Veranstaltungen am Schwanenteich und floating Ferienhäuser an der Elbe sowie ein Riesenrad, indem man frühstücken kann. Wenn das keine Highlights sind…???

Ein Projekttag rund ums Dry Aged Beef – Besuch im Gasthaus Dahse

Am heutigen Projekttag erhielten die Schülerinnen und Schüler des zweiten Lehrjahres aus dem Gastronomiebereich des OSZ eine ganz besondere Gelegenheit, ihr Wissen praxisnah zu erweitern: Sie waren zu Gast bei Familie Dahse in Glövzin, die das traditionsreiche Gasthaus Dahse sowie den „Kuhstall auf Dahses Erbhof“ bereits in zweiter Generation erfolgreich führen.

Im Mittelpunkt des Tages stand das Thema Dry Age-Fleisch, also die Trockenreifung hochwertiger Rindfleischstücke – eine besondere Methode der Fleischveredelung, die sowohl fachliches Wissen als auch handwerkliches Können erfordert. Nach einem herzlichen Empfang und einem informativen Rundgang durch den Betrieb erhielten die Teilnehmenden einen spannenden Vortrag über die Besonderheiten und den Reifeprozess von Dry Aged Beef.

Im Anschluss hieß es: selbst Hand anlegen. Die angehenden Köchinnen und Köche durften an mehreren gereiften Rückenteilen arbeiten und dabei wertvolle Einblicke in Schnittführung, Zubereitung und Grilltechniken gewinnen. Parallel dazu nahmen die angehenden „Restaurantfachleute“ an einer kompakten Weinschulung teil, bei der sie ihr Wissen über passende Weine und deren Kombination mit Speisen erweitern konnten.

Den kulinarischen Höhepunkt bildete schließlich ein gemeinsames Essen – mit Verkostung des selbst gegrillten Dry Aged Fleisches – das diesen erlebnisreichen Tag gelungen abrundete.

Wir bedanken uns herzlich bei Familie Dahse für die Durchführung, die engagierte Betreuung und die praxisnahen Einblicke in das professionelle Arbeiten eines modernen Steakhauses. Dieser Tag wird allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben!

 

Nachwuchsköche lernen von Profis: Forellenprojekt auf der Plattenburg

Am 24.03.2025 hatten die angehenden Köchinnen und Köche des 2. Lehrjahres vom Oberstufenzentrum Wittenberge einen ganz besonderen Projekttag. Zusammen mit der Familie Linack, die dieses Projekt nun bereits im zweiten Jahr ermöglicht, besuchten sie den Fischereibereich auf der Plattenburg.

Mit großem Engagement und viel Neugier begaben sich die Schülerinnen und Schüler ans Werk. Unter fachkundiger Anleitung durch die Lehrerin Frau Kahmann wurden die Forellen lebend entnommen, tierschutzgerecht geschlachtet und anschließend filetiert. Diese frischen Filets bildeten die Grundlage für die Zubereitung am folgenden Tag, bei der die Nachwuchsköche ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen konnten.

Im Zeichen der Wertschätzung und des Dankes für die Unterstützung und Zusammenarbeit wurde das Ehepaar Linack anschließend zu einem besonderen Essen eingeladen – natürlich aus den frisch verarbeiteten Forellen aus den Teichen der Plattenburg.

Ein herzlicher Dank gilt der Familie Linack für ihr Engagement und ihre Unterstützung bei der praxisnahen Ausbildung der jungen Köchinnen und Köche. Projekte wie diese bereichern die Ausbildung und schaffen wertvolle Erfahrungen für den Berufseinstieg.

Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung dieser wertvollen Zusammenarbeit im nächsten Jahr!

 

Falschgeld in der Schule

Pritzwalk – Dienstag, 18.03.2025.

In der Verkäufer- und Einzelhandelsklasse stellt Herr Boden von der Bundesbank den Auszubildenden die Erkennungsmerkmale von Falschgeld vor.

Herr Boden beginnt die Schulung mit einem Video über Bargeld und Bargeldhandel. Dieses beinhaltet die Herstellung von Geld, warum Bargeld wichtig ist und erste Informationen zu Falschgeld. Technische Geräte sowie die oft genutzten Stifte stoßen häufig an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Falschgeld zu erkennen. Wirklich kann dies nur das bloße Auge.

Im Anschluss nennt er wichtige Fakten, wie zum Beispiel, dass die Bezahlung mit Gedenkmünzen erlaubt ist und wir an der Kasse nicht mehr als 50 Münzen auf einmal annehmen dürfen. Aber auch zu der Annahme dieser Menge sind wir nicht verpflichtet.

Um das vermittelte Wissen anzuwenden, übergab er uns einen alten abgegriffenen 50 €-Schein sowie einen neuen 20 €-Schein. Diese sollten wir eigenständig überprüfen. Erstaunlicherweise waren beide echt – jedoch haben wir einen fälschlicherweise als Falschgeld identifiziert. Anschließend zeigte uns Herr Boden an einem „echten“ Falschgeldschein die entsprechenden Merkmale.

Obwohl Geld zu unserem Tagesgeschäft gehört, waren sehr viele neue Erkenntnisse dabei. Wir sind nun sicherer darin, Falschgeld zu erkennen und er hat uns Taktiken vermittelt, wie wir mit betroffenen Kunden umgehen sollen. Denn diese sind sich meist nicht bewusst, dass sie gerade mit Falschgeld bezahlt haben.

Die Schulung war sehr spannend und lehrreich, nur leider etwas kurz. Wir hätten Herrn Bodens Ausführungen gerne länger gelauscht, um das Gesagte besser zu verinnerlichen. Es war eine sehr empfehlenswerte Schulung.

 

VK24

Nachhaltigkeitsprojekt: Zero Waste mit dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Im Rahmen eines spannenden Nachhaltigkeitsprojekts mit dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg fand im Dezember 2024 ein zweitägiges Seminar zum Thema Zero Waste statt. An dem Projekt nahmen die Sozialassistenten des ersten Ausbildungsjahres teil. Die Schülerinnen und Schüler wurden beispielsweise mit der Herausforderung konfrontiert, für ein plastikfreies Frühstück einzukaufen – eine Aufgabe, die sie mit viel Engagement und Kreativität meisterten. In dem Projekt erhielten die Teilnehmenden wichtige Informationen und setzten sich intensiv mit dem Thema Zero Wast in Gruppenarbeiten auseinander.

Dank der großzügigen Unterstützung von Steffen „Jonas“ Brandes, dem Hausleiter des KiJuKuZ in Wittenberge, konnte das Frühstück problemlos umgesetzt werden. Das Projekt war nicht nur ein praktischer Beitrag zur Förderung von Nachhaltigkeit, sondern auch eine wertvolle Lernerfahrung für die angehenden Sozialassistenten, die wichtige Impulse für ihren zukünftigen Berufsweg erhielten.

Ein besonderes Dankeschön gilt noch einmal Tanja Dinnis vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und dem SOS Kinderdorf, dessen Kooperation und tatkräftige Hilfe den Erfolg des Projekts maßgeblich mitgeprägt haben.

Das Projekt wurde im Rahmen des Projektes „Türöffner: Zukunft Beruf 2022“ organisiert und aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert.

Hückel/Hann                                                                            Wittenberge, 15. Januar 2025  

 

Unterricht mal anders

Im Rahmen des Biologie-Leistungskurses besuchten uns am 24.06.2024 Luise, eine Rangerin der Naturwacht Brandenburg und Tanja vom UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Sie kümmern sich unter anderem um den Schutz und die Erfassung der Pflanzen- und Tierwelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Weiterbildung und Führung von Besuchergruppen oder – wie in unserem Fall – von Schulklassen durch die Reservate.

Unser Tag startete nach einer kurzen Einführung am Karthane-See in Wittenberge, wo unsere Klasse in zwei Gruppen geteilt wurde. Während ein Teil Wasserproben nahm und diese anschließend auf unterschiedliche Stoffe wie zum Beispiel Ammonium und Phosphat sowie den pH-Wert untersuchte, kescherte der Rest nach Lebewesen an verschiedenen Stellen des Sees. Die Wasseranalyse sowie die zu findenden Lebewesen sollten Auskunft über die Qualität des Gewässers geben. Gleiche Untersuchungen führten wir an der Elbe durch. Unsere Ergebnisse haben wir an einem anderen Tag gemeinsam mit Luise verglichen und ausgewertet.

Dieser Tag hat die Theorie mit der Realität verknüpft und uns die praktischen Anwendungsbereiche der Biologie, besonders der Ökologie, nähergebracht. Auf der einen Seite hatten wir viel Spaß dabei, eine andere Art des Unterrichtes zu erleben, auf der anderen Seite konnten wir unser erlerntes Wissen anwenden, festigen und erweitern.

Stella Waldemann
Leistungskurs Biologie 
Klasse 12

 

Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit mit der Abschlussklasse Einzelhandel

Im Rahmen einer Projektwoche haben wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Die Woche startete mit einem plastikfreien Frühstück, das wir zusammen mit Tanja Dinnis vom Biosphärenreservat einkauften, ganz im Sinne von Zero Waste.

Anschließend betrachteten wir auf einem Zeitstrahl, wie lange verschiedene Materialien wie Taschentücher, Zigarettenstummel oder Glasflaschen zum Verrotten brauchen, und waren von den Ergebnissen erstaunt. Zum Abschluss stellten wir Bienenwachstücher her, die Aluminium- oder Frischhaltefolie ersetzen können.

Am Dienstag und Mittwoch wurden wir von der Berliner Agentur Polyspektiv begleitet. Der Dienstag begann mit einem Escape Room, der sich mit dem Thema kritischer Konsum beschäftigte. Dabei trafen wir bewusst umweltfreundliche Entscheidungen. Außerdem untersuchten wir den Ressourcenverbrauch verschiedener Länder sowie unseren eigenen ökologischen Fußabdruck.

Am Mittwoch führten wir zusammen mit Auszubildenden anderer Berufsgruppen ein Planspiel zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln durch. Dabei lernten wir nicht nur etwas über Gentechnik, sondern auch über die politischen Prozesse in der EU.

Am Donnerstagvormittag nahmen wir an verschiedenen Workshops im KiJuKuZ (Kinder- und Jugendkulturzentrum) in Wittenberge teil. Wir arbeiteten in Kleingruppen und vertieften unser Wissen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Der erste Workshop, geleitet von Tina Vogel, befasste sich mit nachhaltigem Wirtschaften und Unternehmertum. Wir erfuhren, wie Unternehmen nachhaltig handeln können, was Verantwortungseigentum und Gemeinwohlökonomie bedeuten und erhielten anhand von Beispielen und einer Präsentation Antworten auf diese und weitere Fragen.

Im zweiten Workshop, den Jule Hensler und Elina Brohse leiteten, ging es um soziale Nachhaltigkeit in den Bereichen Bildung, Kultur und Umweltschutz. Wir recherchierten im Internet und hielten kurze Vorträge zu diesen Themen. Beim „How To Nachhaltiger Leben“ entwickelten wir Ideen, wie wir unser Leben nachhaltiger gestalten können, z.B. durch weniger Autofahren, Mülltrennung, minimalistisches Leben oder Secondhand-Käufe.

Die Projektwoche schlossen wir im Weltladen Wittenberge mit Annette Flade ab. Hier drehte sich alles um fairen Handel am Beispiel von Kakao. Wir lernten, was fairer Handel bedeutet, wo Kakaobohnen herkommen und wie viel Kakaobauern an einer Tafel Schokolade verdienen. Zum Abschluss verkosteten wir fair gehandelte Schokolade – ein süßer Ausklang einer lehrreichen Woche.

Wir sind sehr dankbar das wir an dieser Woche teilhaben konnten und möchten uns bei allen Dozenten und Lehrern bedanken, die dazu beigetragen haben. Das Projekt wurde im Rahmen des Projektes „Türöffner: Zukunft Beruf 2022“ aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert. Nachhaltigkeit bedeutet, verantwortungsbewusst mit den Schätzen der Erde umzugehen. Es soll also nicht mehr verbraucht werden, als auch nachwachsen kann. Durch nachhaltiges Handeln wird Rücksicht auf die nächste Generation genommen. Dies wurde uns durch diese Projektwoche nochmal nähergebracht.

Lea Jahnke EHK21                                                                           Donnerstag, 23. Mai 2024

Projekt „Azubis beraten Azubis“

Wir als angehende Bankkaufleute haben am 7. Mai 2024 an unserer Schule unser Wissen erfolgreich in die Praxis umsetzen können. Im Rahmen des Projekts „Azubis beraten Azubis“ informierten wir Erzieher, Landwirte, Großhändler, Einzelhändler und die Berufsvorbereitung in Fragen rund um ihre
Finanzen.
In den Gesprächen konnten wir unser theoretisches Wissen und vor allem unsere kommunikativen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die geführten Beratungsgespräche waren zur Vorbereitung auf die mündliche Abschlussprüfung und für die Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit sehr hilfreich und förderlich.
Solche praxisnahen Projekte fördern nicht nur die individuelle Entwicklung, sondern auch den interdisziplinären Austausch innerhalb unserer Schule. Durch die ausgefüllten Feedbackbögen der potenziellen Kunden konnten wir unsere Stärken und Schwächen deutlich erkennen.
Zudem haben sich durch das Projekt weitere spannende Ideen ergeben, um künftige Lernpartnerschaften zu etablieren.
Wir bedanken uns bei den Lehrern der Abteilung II und III für die Unterstützung und Freistellung der Auszubildenden vom Unterricht, sowie bei den „Azubi-Kunden“, die mitgewirkt haben.
Ein großes Dankeschön gilt Herrn Jörg Gruhl, Vermögensberater der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, der uns auf die Gespräche vorbereitet hat.
Eure BK 21

Der Traum von Freiheit –

Junge Prignitzer Zeitenspringerinnen besuchen Workshops in Potsdam

Zeitensprünge ist ein Projekt, in dem Jugendliche eine erfahrene Person interviewen sowie fotografieren und im Anschluss daran diese Person in Foto-Text-Plakaten vorstellen. Jedoch wie gelingt es, so ein Plakat herzustellen und die Informationen zu erfragen, die schon mehr als 30 oder 50 Jahre zurückliegen?

Um dies zu lernen, fuhren wir, Lea Voß und Lena Schulz, zwei Jugendliche Prignitzerinnen, kürzlich an einem frühen Samstagmorgen mit dem Zug nach Potsdam, um dort an einem Treffen des Landesjugendringes (LJR) teilzunehmen. Angekommen wurden wir von der Fotokünstlerin Simone Ahrend begrüßt. Sie ist unsere lokale Projektleiterin in der Prignitz.

Sandra Brenner, die Projektleiterin vom LJR, organisiert brandenburgweit diese Vorbereitungstreffen. Jedes Jahr sucht sie einen neuen, spannenden Ort dafür aus und in diesem Jahr war es das FreiLand Potsdam, wo wir herzlich begrüßt wurden. In diesem Jugendzentrum gibt es mehr als 100 Meter Graffiti-Fläche für Künstler/-innen. Bei einem Rundgang erfuhren wir, dass sich hier während des  2. Weltkrieges ein Arado Flugzeugwerk befunden hat. Dies stellte Kriegsflugzeuge für die Nazis her und verpflichtete für diese Arbeit Zwangsarbeiter/-innen.

Hier lernten wir Methoden, wie wir unser Projekt bestreiten können. Zum ersten Teil des Workshoptages gehörte es, ein Gedicht über unseren Projekt „Der Traum von Freiheit – Sehnsucht und Lebensgefühl in der DDR. Eine regionale Spurensuche“ zu schreiben. Alle Gruppen trugen ihren Vierzeiler vor und wir bekamen einen guten ersten Eindruck der anderen Projekte.

Anschließend waren wir Jugendliche (ungefähr 30) zu verschiedenen Workshops eingeladen. Unsere Gruppe bestand einschließlich uns aus fünf Personen. Zusammen absolvierten wir die vier verschiedenen Kurse.

Wir lernten zu unterscheiden, wer ein echter Zeuge ist und wer von einem Ereignis nur gehört oder gelesen hat. In  einem anderen Workshop haben wir uns mit einem alten DDR-Kochbuch beschäftigt. Dort ist uns aufgefallen, dass nicht alle Quellen vertrauenswürdig sind. Die abgebildeten Gerichte enthielten oft Südfrüchte, was für diese Zeit einfach unrealistisch ist.

Im Anschluss haben wir noch zwei Reportertaschen mit allem was wir benötigen bekommen.

Mit unserem Prignitzer Projekt werden wir nun in den kommenden sechs Monaten gemeinsam mit einer Interviewpartnerin das Leben in der DDR entdecken und hoffentlich viele neue Erkenntnisse und Eindrücke gewinnen.

Lea Voß und Lena Schulz

Workshop mit den „Radikalen Töchtern“ aus Berlin 

Am 11.12.2023 besuchten zwei Vertreterinnen des Künstlerverbandes „Radikale Töchter“ den Kunstkurs 12 der Gymnasialen Oberstufe am OSZ Prignitz in Wittenberge. 

Die Schüler lernten viel über Aktionskunst, ihre Vorbereitung und ihre legale Durchführung.

Aktionskunst entstand in den 1960er Jahren. Sie zieht immer viel Aufmerksamkeit auf sich, da die Bevölkerung meist miteinbezogen wird, sei es Kunst auf den Straßen, Videos drehen oder Denkmäler erstellen wie zum Beispiel eine Kopie des „Denkmals für die ermordeten Juden Europas“ in Berlin, das vor Björn Höckes Haus errichtet wurde.

Die Schüler des Kurses konnten im Rahmen dieses Projektes vier eigene Themen auswählen, zu denen sie eine Präsentation vorbereiteten.  Dabei entstanden vier tolle Ideen für eine Aktion im öffentlichen Raum. 

Unter anderem fühlen sich viele Schüler und Schülerinnen nachts in der Prignitz unwohl und trauen sich im Dunkeln nicht alleine auf die Straßen. Aus diesem Grund haben die Schülerinnen die Idee, in einer Kleinstadt wie Perleberg, an einem festgelegten Datum, für 2 Stunden den Strom abzustellen, um mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie wichtig Licht in der Dunkelheit ist, um sich sicherer zu fühlen. 

Wie bedanken uns bei Johanna und Noemi, die uns das Thema „Aktionskunst“ mit vielen anschaulichen Beispielen erläutert haben und uns somit einen Weg aufgezeigt haben, legal gegen bestehende regionale oder überregionale Missstände vorzugehen. 

                                           Alma Stübner und Felipe Mayer (GK-Kunst 12)