Ein bewegtes Jahr in der Gastronomie am OSZ des Landkreises Prignitz

Ein bewegtes und ereignisreiches Schuljahr liegt hinter dem Bereich Gastronomie am OSZ des Landkreises Prignitz. Für die Klassen Kö23 und ReVa23 hieß es nun: Abschied nehmen, zurückblicken und den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Ausbildungsabschnitts feiern.

Mit viel Engagement, Durchhaltevermögen und fachlicher Entwicklung haben die angehenden Köchinnen und Köche sowie die angehenden Fachkräfte für Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie ihre Ausbildungszeit gemeistert. Hinter ihnen liegen intensive Unterrichtsphasen, praktische Herausforderungen, gemeinsame Erfahrungen und viele Momente, die sie als Klasse und als angehende Fachkräfte geprägt haben.

Die Verabschiedung der Klassen Kö23 und ReVa23 war daher nicht nur ein feierlicher Abschluss, sondern auch ein wertschätzender Moment des Rückblicks. Die Schülerinnen und Schüler konnten mit Stolz auf das Erreichte schauen und wurden mit guten Wünschen für ihren weiteren beruflichen Weg verabschiedet.

Ein besonderer und sehr emotionaler Moment war außerdem die Verabschiedung von Frau Hafke und Frau Kugler aus dem Bereich Ernährung und Hauswirtschaft in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde auf viele Jahre engagierter Arbeit, fachlicher Kompetenz und herzlicher Begleitung zahlreicher Schülerinnen und Schüler zurückgeblickt.

Frau Hafke und Frau Kugler haben den Bereich Ernährung und Hauswirtschaft über lange Zeit mitgeprägt und viele junge Menschen auf ihrem beruflichen Weg begleitet. Dafür sagen wir von Herzen Danke.

So endete das Schuljahr im Gastronomiebereich mit vielen schönen Erinnerungen, dankbaren Worten und dem Blick nach vorn: für unsere Absolventinnen und Absolventen in Richtung Berufsleben und für zwei geschätzte Kolleginnen in einen neuen Lebensabschnitt.

Wir wünschen den Klassen Kö23 und ReVa23 alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft sowie Frau Hafke und Frau Kugler Gesundheit, Freude und viele schöne Momente im Ruhestand.

Hummelmonitoring 2026 – der Grundkurs Biologie Klasse 12 schwärmt aus

Im Fach Biologie der Klasse 12 gehört es zu den Unterrichtsinhalten, in einem Areal qualitative Daten von Arten zu erheben und auszuwerten. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg widmeten wir uns am 18. Juni 2026 dem Thema „Hummeln in der Agrarlandschaft“.
Linda Jaworski und Tanja Dinnes vom UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg führten zunächst in die Thematik mit einem kurzen Vortrag ein. Fun facts, Lebenszyklus und Ernährung bis hin zu Bestimmungsmerkmalen von Hummeln waren interessante Informationen für uns. So gibt es z. B weltweit 239 Hummelarten, davon in Deutschland 41. Besonders erstaunlich war für viele von uns, dass es auch sechs Kuckuckshummelarten in Deutschland gibt. Ihr Name ist Programm, denn sie dringen in bereits bestehende Nester ein und vertreiben oder töten die Königin. Anschließend legen sie ihre Eier in die vorhandenen Brutwaben und lassen ihren Nachwuchs von dem annektierten Volk ausbrüten und aufziehen.
Darüber hinaus lernten wir Ziele und Vorgehensweise des Hummelmonitorings kennen. Das Hummelmonitoring erfolgt nach der Transekt-Methode. Diese ist eine Erfassungsmethode, bei der Pflanzen, Tiere oder Umweltfaktoren entlang einer geraden Linie (dem Transekt) gezählt oder beobachtet werden, um die biologische Vielfalt oder Populationsdichten zu erfassen und zu vergleichen.

Die Begehung erfolgt einmal im Monat von März bis Oktober innerhalb der zweiten Monatshälfte (ab 15. Tag). Von 09:00 bis 17:00 Uhr bei bestimmten Witterungsbedingungen (trocken/ warm, mind. 6°C, kein laubbewegender Wind) kann die Erfassung stattfinden. Alle Bedingungen waren am 18. Juni gegeben, also ging es raus nach Bälow.

Wir teilten das Transekt in zehn Abschnitte je 50 Meter und hatten in einem drei Meter breiten Streifen eine Fangzeit von fünf Minuten je Teiltransekt. Dazu benutzten wir Insektennetze. Die Hummeln wurden vorsichtig gefangen, fotografiert und bestimmt. Abschließend ließen wir sie wieder frei.

Wir haben an diesem Tag leider nur 4 Hummeln in unserem Transekt finden können. Zwei Ackerhummeln, eine Dunkle Erdhummel und eine Bunthummel konnten wir bestimmen.
Zusätzlich zur Dokumentation der Hummelnachweise mussten wir noch die Futterpflanzen in dem Transekt erfassen. Diese geben Aufschluss über das Nahrungsangebot für die Hummeln in diesem Gebiet. Hummeln benötigen eine Vielzahl von Pflanzen, die reich an Nektar und Pollen sind, um ihre Nahrungsbedürfnisse zu decken und ihre Population zu unterstützen.

Anschließend fuhren wir ins Biosphärenreservat nach Rühstädt zur Auswertung und Diskussion unserer Ergebnisse.
Wir bedanken uns recht herzlich für diesen interessanten Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten bei Linda Jaworski und Tanja Dinnes.

G. Haufe
Fachlehrerin des LK Biologie 12