Im Fach Biologie der Klasse 12 gehört es zu den Unterrichtsinhalten, in einem Areal qualitative Daten von Arten zu erheben und auszuwerten. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg widmeten wir uns am 18. Juni 2026 dem Thema „Hummeln in der Agrarlandschaft“.
Linda Jaworski und Tanja Dinnes vom UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg führten zunächst in die Thematik mit einem kurzen Vortrag ein. Fun facts, Lebenszyklus und Ernährung bis hin zu Bestimmungsmerkmalen von Hummeln waren interessante Informationen für uns. So gibt es z. B weltweit 239 Hummelarten, davon in Deutschland 41. Besonders erstaunlich war für viele von uns, dass es auch sechs Kuckuckshummelarten in Deutschland gibt. Ihr Name ist Programm, denn sie dringen in bereits bestehende Nester ein und vertreiben oder töten die Königin. Anschließend legen sie ihre Eier in die vorhandenen Brutwaben und lassen ihren Nachwuchs von dem annektierten Volk ausbrüten und aufziehen.
Darüber hinaus lernten wir Ziele und Vorgehensweise des Hummelmonitorings kennen. Das Hummelmonitoring erfolgt nach der Transekt-Methode. Diese ist eine Erfassungsmethode, bei der Pflanzen, Tiere oder Umweltfaktoren entlang einer geraden Linie (dem Transekt) gezählt oder beobachtet werden, um die biologische Vielfalt oder Populationsdichten zu erfassen und zu vergleichen.
Die Begehung erfolgt einmal im Monat von März bis Oktober innerhalb der zweiten Monatshälfte (ab 15. Tag). Von 09:00 bis 17:00 Uhr bei bestimmten Witterungsbedingungen (trocken/ warm, mind. 6°C, kein laubbewegender Wind) kann die Erfassung stattfinden. Alle Bedingungen waren am 18. Juni gegeben, also ging es raus nach Bälow.
Wir teilten das Transekt in zehn Abschnitte je 50 Meter und hatten in einem drei Meter breiten Streifen eine Fangzeit von fünf Minuten je Teiltransekt. Dazu benutzten wir Insektennetze. Die Hummeln wurden vorsichtig gefangen, fotografiert und bestimmt. Abschließend ließen wir sie wieder frei.
Wir haben an diesem Tag leider nur 4 Hummeln in unserem Transekt finden können. Zwei Ackerhummeln, eine Dunkle Erdhummel und eine Bunthummel konnten wir bestimmen.
Zusätzlich zur Dokumentation der Hummelnachweise mussten wir noch die Futterpflanzen in dem Transekt erfassen. Diese geben Aufschluss über das Nahrungsangebot für die Hummeln in diesem Gebiet. Hummeln benötigen eine Vielzahl von Pflanzen, die reich an Nektar und Pollen sind, um ihre Nahrungsbedürfnisse zu decken und ihre Population zu unterstützen.
Anschließend fuhren wir ins Biosphärenreservat nach Rühstädt zur Auswertung und Diskussion unserer Ergebnisse.
Wir bedanken uns recht herzlich für diesen interessanten Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten bei Linda Jaworski und Tanja Dinnes.
G. Haufe
Fachlehrerin des LK Biologie 12


