Studienfahrt „March of the Living“ – Auschwitz 

Im April 2022 nahmen 18 Schüler und Schülerinnen der 11. und 12. Klassen der gymnasialen Oberstufe zusammen mit zwei Lehrkräften an einer Studienfahrt nach Auschwitz teil. 

In Kooperation mit der Stadt Oranienburg und zwei weiteren Oranienburger Schulen ging es am 26.04.2022 erst mit dem Zug, dann mit dem Bus Richtung Krakau. Nach einer holprigen Fahrt und einem platten Reifen erreichten wir unser Hotel in Krakau am Dienstagabend. 

Am Mittwochvormittag fuhren wir mit dem Bus Richtung Auschwitz, wo wir an einer Führung durch das Stammlager Auschwitz I teilnahmen. Der Einblick in die Machenschaften und Gräueltaten des NS-Regimes war gewaltig. Heruntergekommene Barracken, Berge von Haaren, Schuhen und Prothesen ließen erahnen, wie katastrophal und herabwürdigend das Leben für die KZ-Häftlinge gewesen sein musste. Es machte auf jeden Fall einen Unterschied Auschwitz durch Bilder in Büchern zu sehen oder sich die damaligen Zustände live vor Ort anzuschauen. 

Führung durch das Stammlager I Auschwitz 

Am Donnerstag, den 28.04.2022, fand der „March of the Living“ statt. Ursprünglich war der „March of the Living“ ein Gedenkmarsch der Überlebenden KZ-Häftlinge, die dadurch das Vergessen der Taten der Nationalsozialisten verhindern wollten. Später wurde er öffentlich und seit einigen Jahren ist die Teilnahme auch deutschen Staatsbürgern gestattet. In diesem Jahr nahmen sechs ehemalige KZ-Häftlinge zusammen mit etwa 3500 Menschen teil. Israeliten sangen und Reporter aus verschiedensten Ländern übertrugen live den Gedenkmarsch. Daher war der Marsch vom Stammlager Auschwitz I zum Stammlager Birkenau II schon etwas Besonderes.  

March oft he Living – 3 km von Auschwitz I zum Stammlager II Birkenau 

In Birkenau bekamen wir dann das riesige Ausmaß der Vernichtung von Juden und anderen Minderheiten zu sehen. Für uns stand fest, die Größe von Auschwitz erfasst man nicht durch Bilder in Schulbüchern, sondern eine Vorstellung bekommt man eigentlich nur, wenn man einmal vor Ort war. Zudem fand eine Gedenkfeier in Birkenau statt, bei der ein Zeitzeuge seine Geschichte erzählte und viele weitere Personen darauf hinwiesen, dass diese Art von Geschichte sich nicht wiederholen darf. 

Am letzten Tag unserer Reise schauten wir uns die Stadt Krakau an. Wir bekamen eine Führung durch das jüdische Viertel und erhielten einen Einblick in das Leben der Juden in Polen. Im Anschluss ging es wieder in Richtung Heimat. Erst mit dem Bus und dann nach einer langen Wartezeit am Berliner Hauptbahnhof erreichten wir Wittenberge am frühen Samstagmorgen.  

Für uns steht fest, es war eine eindrucksvolle, gut organisierte Fahrt, die sowohl lehrreich war und auch Spaß gemacht hat.  

Die Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 11 und 12 

Schüler und Schülerinnen in Auschwitz Birkenau 

Claudia Ihl

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