ENDLICH   WIEDER   MALORT 

Es gibt ja immer einige Hürden zu nehmen – Corona, finanzielle Mittel, Stundenplan – aber in diesem 2. Halbjahr haben wir es tatsächlich wieder geschafft, mit Schüler*innen des GK-Kunst 12 am hiesigen Malort in der Montessori Schule künstlerisch tätig zu werden.  

Das Konzept des Malortes nach Arno Stern bedeutet malen ohne jeglichen Kommentar, Kritik, Hinweise oder gar Zensur. In einem Raum ohne Fenster malten unsere Schüler*innen 14tätig im Wechsel in kleinen Gruppen und wurden vom Maldiener Rainer Trunk unterstützt. 

Das weiße Blatt, welches bemalt werden soll, stellt für einige Schüler*innen erstmal eine Herausforderung dar, da es keinerlei Aufgabenstellung gibt und so manche/r Schüler*in stellt sich die Frage: Was soll ich jetzt nur malen?  

Andere sind sofort bei der Sache und genießen offensichtlich die Freiheit, dass ihre Kunstlehrerin nicht hinter ihnen steht und Hinweise gibt. Es wird insgesamt als sehr angenehm und entspannend empfunden, dass es keinerlei Bewertung der Bilder gibt, die im Anschluss auch am Malort verbleiben und nicht etwa als Geschenk für den/die Freund/in oder Eltern verwendet werden können. Es geht darum, zum ursprünglichen kindlichen Malen zurückzufinden und sich dem künstlerischen Prozess ganz hinzugeben. 

Wir bedanken uns herzlich bei Rainer Trunk und der Montessori-Schule, dass wir in diesem Jahr wieder zu Gast sein durften. 

Liane Richter 

Kunstlehrerin am OSZ-Prignitz 

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