Schüler springen in die Vergangenheit

Gemeinsam auf Recherche: Tina Mannigel, Yves Seipold, Marie-Luise Mecklenburg, Simone Ahrend und Antonia Zellin.
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Wittenberge Schülerinnen des Oberstufenzentrum Prignitz begeben sich im Rahmen des überregionalen Projektes „Zeitensprünge“ auf Spurensuche. „Wir erforschen die Geschichte unserer Schule“, sagen Tina Mannigel, Marie Luise Mecklenburg und Antonia Zellin aus dem zwölften Jahrgang.

Ihre Schule befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude des VEB Nähmaschinenwerkes – Veritas. Damit sei sie ein sehr geschichtsträchtiger Ort, dessen Bedeutung vielen Jugendlichen aber nicht bewusst sei.

Ein besonderes Augenwerk legen sie dabei auf die DDR-Geschichte, die Zeit der Wende und Wiedervereinigung. In dieser Zeit entstand die Bildungsstätte.

„Besonders interessiert uns, warum das damalige Nähmaschinenwerk so plötzlich geschlossen und abgewickelt wurde, welche Auswirkungen das auf die damaligen Arbeiter hatte und mit welchen Gedanken und Gefühlen sie diese Zeit verbinden“, sagen sie. Deshalb suchen sie nach Zeitzeugen, die im Nähmaschinenwerk gearbeitet oder dort gelernt haben.

Die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt, an dem 30 weitere Gruppen aus dem Land Brandenburg und Berlin teilnehmen, fand bereits zu Schuljahresbeginn statt. Sie trafen sich im NS-Dokumentationszentrum in Berlin. „Begleitet wurden wir von der Kommunikations-Designerin Simone Ahrend. Wir nahmen an verschiedenen Workshops teil. Dabei ging es um die Suche nach Quellen und deren Auswertung oder um Fragetechniken für ein Interview.“

In regelmäßigen Abständen treffen sie sich, werden mit Simone Ahrend Ergebnisse ausgewertet. Unterstützung bei der Recherche gebe auch Yves Seipold, Referent beim Zeitwerk – Beratungsstelle für Jugendgeschichtsarbeit und Mitarbeiter beim Landesjugendring Brandenburg e. V.

Ein Interview mit Lothar Wuttke, dem Vorsitzenden des Veritas-Klubs Wittenberge, sowie ein Besuch im DDR-Geschichtsmuseum „Tränenpalast“ in Berlin, stehen noch auf dem Programm. Wer Kontakt zu den Schülern sucht, von seinen Erlebnissen im Veritaswerk erzählen möchte, kann sich an das Oberstufenzentrum wenden: 03877 / 92 470.

Prignitzer, 13.03.2020, hata

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