Im Frühling kann jeder….

18 Schüler/innen, 50 Minuten Sammeln und ein Auto voller Müll

Die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses Kunst 12 des OSZ Prignitz haben am letzten Mittwoch (11.09.2019) Gutes vollbracht…. Ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken ging es los zum Müllsammeln an die Elbe.

Als wir vor einigen Wochen dort Landschaftsskizzen im Rahmen des Kunstunterrichts anfertigten, fiel uns Schülern auf, dass gerade am unmittelbaren Flussufer der Elbe unglaublich viel Müll rumlag.  Nachdem wir im Unterricht den Film „Weggeworfen – Trashed“ von Jeremy Irons gesehen hatten, stand unser Entschluss fest; wir wollen etwas gegen die „Vermüllung“ der Welt tun und wenigstens einen kleinen Beitrag leisten. In dem genannten Film erforscht der Filmemacher die gravierenden Auswirkungen des globalen Müllproblems und macht es für uns greifbarer als andere was wir zu diesem Thema gehört oder gelesen haben. Da wir uns im Seminarkurs mit Klima-, Umwelt-, Gesundheitsfragen beschäftigen und aus dem gesammelten Müll eigentlich Kunstobjekte bauen wollten und dem Weggeworfenem somit einen neuen Zweck geben wollten, versuchten wir, den Müll zu trennen. Jedoch fanden wir so unglaublich viel Müll und auch so viel verschiedene Materialien, dass uns nichts anderes übrigblieb, als alles zur Mülldeponie zu fahren und dort zu entsorgen.

 Natürlich fanden wir neben unzähligen Flaschen, Kaffeebechern und Zigarettenschachteln auch ganze Grillausstattungen, alte Teppiche, Schirme, Eimer und kaputte Stühle. Am kuriosesten jedoch war wohl ein alter Kindersitz und ein Benzinkanister. 

Es wäre doch sehr wünschenswert, wenn die Stadt oder das Ordnungsamt am abgebildeten Standort einen oder mehrere Mülleimer installieren könnte, damit Angler, Raucher, Kaffeetrinker, Partymacher, Eltern, Autofahrer ihren Müll nicht in oder an der Elbe hinterlassen (müssen).

Wir werden uns weiter kümmern, denn wie gesagt: Im Frühling kann jeder, im Herbst sammeln nur wir … der SK-Kunst 12.

                                                               Tina Mannigel, Seminarkurs-Kunst Klasse 12

Schulung zur Erstellung von Lehrvideos am OSZ

Am 28.08.2019 wurde eine weitere Fortbildung für Lehrkräfte, Ausbilder und Gruppenleiter im Rahmen des Projektes „Inklusive Küche 4.0“ veranstaltet. Der Dozent Christian Wiemer, selbst Fachlehrer für Ernährung und Hauswirtschaft an der BBS Heinrich-Haus in Heimbach-Weis, hat dafür den langen Weg aus Rheinland-Pfalz nach Wittenberge auf sich genommen, um den Teilnehmenden das Erstellen von Lehrvideos näher zu bringen. Zur Schulung kamen die fünf projektinvolvierten Fachlehrkräfte des OSZ, ein Ausbilder des BBZ und fünf Gruppenleiter/Sozialarbeiter aus der Lebenshilfe. Ein Teil des Projektteams durfte ebenfalls beisitzen. In der Schulung wurde vermittelt, wie ein Erklär- oder Lehrvideo mithilfe der Tablets konzipiert, gedreht, zugeschnitten und untertitelt werden kann. Das befähigt die Lehrer nicht nur zum Drehen eigener Videos, sondern auch zur Anleitung der Erarbeitung von Lehrvideos im Unterricht durch die Schüler selbst. Hintergrund des Konzeptes „Autorenlernen“  ist nämlich, dass durch das detaillierte Erfassen der Arbeitsschritte eines Arbeitsablaufes (z.B. Einrichtung eines Küchenarbeitsplatzes) im Drehbuch, welches eine wichtige Voraussetzung für ein korrektes Erklärvideo zu diesem Thema ist, diese Schritte automatisch einfacher verinnerlicht werden können. Auch Fehler sind dabei erlaubt, denn diese können in einer anschließenden Reflexion ausgewertet und korrigiert werden. Zudem können die erstellten Videos nach Klärung von Datenschutz- und Urheberrechten auch für weitere Unterrichtsmaterialien und folgende Jahrgänge genutzt werden. Die Schulungs-Teilnehmenden erstellten im Laufe der Fortbildung in vier Gruppen unterschiedliche Videos. Um das Filmen und Schneiden auszuprobieren, wurde zunächst an einem einfachen Beispiel geübt. Jeder theoretische Schritt wurde im Anschluss gleich praktisch ausprobiert. Nachdem der Übungsfilm begutachtet wurde, konnte darauffolgend ein fachspezifischer Film konzipiert und umgesetzt werden. Nach teils anfänglicher Berührungsangst mit der Technik und trotz der hohen Temperaturen in den Schulungsräumen wurden tolle Lernvideos zu den Themen „Einrichten eines Küchenarbeitsplatzes“ und „hygienisches Händewaschen“ realisiert. Diese wurden in der abschließenden Reflexion vor der gesamten Gruppe vorgestellt und ausgewertet. Aus den fertigen Videos können im Anschluss mithilfe von Screenshots der entsprechenden Szenen auch Arbeitsblätter, Lernspiele, interaktive Schulbücher oder sogar Lernerfolgskontrollen konzipiert werden. Vielleicht wird sich die eine oder andere Arbeitshilfe aus diesen Videos auch im zukünftigen Unterricht  wieder finden.

 

Christian Wiemer beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Medienpädagogik. Er hat gemeinsam mit einem Kollegen Bildungsangebote und eigene Konzepte entwickelt (weitere Infos unter https://www.padatucation.de/ und https://www.autorenlernen.de/), welches er regelmäßig mit seinen Schülern, darunter auch Auszubildende zum Fachpraktiker Küche, anwendet. So wurde auch das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf ihn aufmerksam und erstellte gemeinsam mit ihm den Leitfaden „Selber drehen, mehr verstehen“ zum Thema „Erklärvideos im Unterricht“ (https://www.bzfe.de/inhalt/erklaervideos-im-unterricht-29577.html).
                                                                                                                        Svenja Huhndorf

Erster inklusiver Unterricht mit digitalen Medien

Am 08.08.2019 startete der erste inklusive Unterricht am Oberstufenzentrum in Wittenberge im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes „Inklusive Küche 4.0“. 13 Berufsschüler im dritten Lehrjahr, zusammengesetzt aus Auszubildenden zum Koch, Auszubildenden zum Fachpraktiker Küche sowie Menschen mit Behinderung aus dem Küchenbereich der Lebenshilfe,  lernten in ihren ersten gemeinsamen Unterrichtsstunden  zunächst den Umgang mit Tablets und einer entsprechenden Software.  Es zeigte sich schnell, wie unterschiedlich die Vorkenntnisse in der Handhabung der Technik sind. Die Fachlehrkräfte Frau Hafke und Herr Warmus sowie eine pädagogische Fachkraft aus der Lebenshilfe führten gemeinsam mit der Projektmitarbeiterin Svenja Huhndorf mithilfe des Smartboardes durch den Unterricht. Zusätzlich wurden die Unterrichtsstunden von einer weiteren Projektmitarbeiterin evaluiert. Perspektivisch wird es in den folgenden Stunden immer eine Hauptlehrkraft und zwei unterstützende Lehrkräfte geben, sodass bei Bedarf auch differenziert in verschiedenen Gruppen Aufgaben bearbeitet werden können.

Das Fazit der Teilnehmenden fiel trotz anfänglicher Herausforderungen mit der Technik gut aus. „Mir hat es richtig Spaß gemacht, weil es einfach mal was anderes war“, resümiert Max, Auszubildender zum Fachpraktiker Küche. Der Koch-Auszubildende Deniz fügte hinzu: „Es ist nicht so langweilig wie per Hand im Unterricht das Gesagte mitzuschreiben, vielleicht prägt man sich durch die Druckbuchstaben manche Dinge auch besser ein.“

Abschließend wurden die Auszubildenden auch gefragt, ob sie sich vorstellen können, sogenannte Tandems zu bilden, um Teilnehmenden mit einem größeren Unterstützungsbedarf im Unterricht zu helfen. Damit wurde der erste Schritt in das Mentorenprogramm, welches ebenfalls im Projekt etabliert werden soll, gemacht. In der nächsten Woche folgen dann die ersten fachtheoretischen Unterrichtsstunden zum Thema „Regionale Küche des Landes Brandenburg“. Hier wird sich zeigen, ob und wie die digitalen Medien die zielgruppengerechte Inhaltsvermittlung für die Teilnehmenden mit und ohne Behinderung unterstützen können.
                                                                                                                         Svenja Huhndorf

Projekt Inklusive Küche – Fortbildungstag mit digitalen Medien

Im OSZ wurde am 01. August 2019 im Rahmen der Vorbereitungswoche ein kompletter Schulungstag für die Darlegung verschiedener Möglichkeiten digitalunterstützter Ausbildungsvermittlung sowie der Besonderheiten der Gestaltung inklusiven Unterrichts durchgeführt. Mit 6 Lehrkräften des Oberstufenzentrums Prignitz sowie einem Ausbilder der BBZ Berufsbildungszentrums Prignitz GmbH wurden alle verantwortlichen Ausbilder/Ausbilderinnen des Fachbereichs Ernährung und Hauswirtschaft, zu dem auch die Ausbildungsgänge zum Koch/Köchin und Fachpraktiker/Fachpraktikerin Küche gehören, angesprochen.
Neben der Erläuterung von Besonderheiten bei der inklusiven Ausbildung wurden durch Susann Bolz vom Lebenshilfe Prignitz e.V. auch praktische Umsetzungsmöglichkeiten und methodische Entscheidungen wie Differenzierung, didaktische Reduktion oder schülerzentrierte Lernformen aufgezeigt. Hauptteil der Schulungsmaßnahme im Rahmen des BMBF-Bundesprojektes „IKKE – Inklusive Küche 4.0“ nahm aber die Vorstellung eines neuen 75“ Smartboards ein. Die Projektmitarbeiter Svenja Huhndorf und Sven Küchler stellten die Software Prowise Presenter vor und zeigten die Möglichkeiten im Umgang mit der digitalen Tafel. Jeder einzelne Teilnehmende konnte durch die Verwendung der ebenfalls im Rahmen des Bundesprojektes geförderten Tablets dabei seine gewonnenen Erkenntnisse gleich praktisch ausprobieren. Eine fachnahe Aufgabe führte zur wirkungsvollen Wissensvertiefung.
Nach der Mittagspause wurden noch Funktionalitäten von Prowise ProConnect angerissen. Hiermit ist es z.B. möglich, dass Rechenaufgaben von allen Teilnehmenden individuell zu lösen sind und die Ergebnisse zentral am Smartboard ausgewertet werden können. Es sind aber auch Mindmaps, einfache Befragungen bis hin zu Quizspielen möglich. Zum Abschluss der Schulung wurden Beispiele und Anregungen für die inklusive Ausbildung aufgezeigt. Es wurden vielfältige Möglichkeiten der digitalen Umsetzung bereits bekannter Lehrinhalte dargestellt und gemeinsam mit dem Ausbildern/Ausbilderinnen auf deren Umsetzbarkeit hin überprüft. Im Rahmen der Präsentation wurden noch viele Ideen gemeinsam entwickelt und diskutiert, die einen künftigen spannenden Umgang mit dem Smartboard erwarten lassen. „Wir stehen zwar noch am Anfang, sind aber heute ein Stückchen weitergekommen“ fasst eine Lehrkraft den Tag passend zusammen.
Das ganze Projektteam aller Verbundpartner bedankt sich bei den Ausbildern/Ausbilderinnen und Lehrkräften, die sich in ihrer Freizeit so aktiv und begeistert an der Schulungsmaßnahme beteiligt haben.
                                                                                                               (Svenja Huhndorf)

Diesjähriges „Zeitensprünge-Projekt“ findet seinen Abschluss am 17. Juni 2019 in Potsdam

Die Schüler im Gespräch mit Sandra Brenner vom Zeitwerk , Potsdam!

Am vergangenen Montag trafen sich zahlreiche Jugendliche aus dem Land Brandenburg im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, um ihre Ergebnisse zu präsentieren, die sie im vergangenen Schuljahr erforscht und zusammengetragen hatten.

Mit dabei waren auch sechs Schüler/innen vom OSZ Prignitz, deren Thema „Die Leben der beiden Großmütter – so unterschiedlich zeitgleich gelebt“ auf mehreren Schautafeln zu bestaunen war. Dazu hatten die Jugendlichen an Hand von Zeitdokumenten und Interviews Fakten gesammelt, die die Wege der Familien aus verschiedenen Orten Europas während und nach dem 2. Weltkrieg und ihr Leben in der neuen Heimat aufzeigten.

Themenschwerpunkte der Projekte waren die NS-Zeit sowie ihre Auswirkungen auf die eigene Heimat und auf die Familie sowie die Zeit der DDR.

Untermalt wurde die Veranstaltung durch ein Tanzprogramm, Filmausschnitte und Theaterbeiträge. Außerdem hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, an Bildhauer- und Game-Design-Workshops teilzunehmen.

Uns Jugendlichen wurde bewusst, dass das Thema „Flucht“ heute wie gestern ein aktuelles Thema ist und wir stellten bei unseren Recherchen fest, dass viele unserer Vorfahren auch aus anderen Regionen kamen und somit auch einmal Flüchtlinge waren. Dieses führte bei dem einen oder anderen Schüler auch zu neuen Denkanstößen bezüglich der aktuellen Flüchtlingsproblematik.

Lisa Schickel (GK-Kunst 12)

Schüler auf den Spuren Picassos

Am Montag, den 20. Mai 2019, fuhren wir, die Schüler des 12. Jahrganges des Oberstufenzentrums Prignitz, in Begleitung unserer Kunstlehrerinnen Frau Liane Richter und Frau Dörte Richter, ins Museum Barberini nach Potsdam. Dort besuchten wir die Ausstellung „Picasso. Das späte Werk“ aus der Sammlung Jaqueline Picasso und nahmen anschließend an einem Workshop teil. Die Kunstwerke wurden erstmalig in Deutschland ausgestellt und zeigen uns Picasso Innovation in seinen letzten Schaffensjahren. Vor allem für uns, die Schüler des Kunstkurses, war dieser Besuch eine große Bereicherung, da wir unser zuvor erworbenes Wissen erweitern konnten und neue Seiten von Picassos kennenlernten. In den zahlreichen Malereien, Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen erkannten wir, dass sich Picasso immer wieder neu erfand, sich aber auch von anderen bekannten Künstlern, wie Matisse, El Greco, Degas und Manet inspirieren ließ. Von seinem enormen Schaffensdrang waren wir sehr beeindruckt.

Im anschließenden Workshop konnten wir diese neu gewonnenen Erkenntnisse direkt praktisch anwenden. Silke Wozniak, eine Mitarbeiterin des Museums, führte uns durch die Ausstellung und machte uns auf die Besonderheiten ausgewählter Kunstwerke aufmerksam. Mit Hilfe von zeichnerischen Übungen lernten wir Picassos Denk- und Vorgehensweise besser kennen, was uns dabei half, einen tieferen Sinn in seinen Bildern und Skulpturen zu erkennen. Abschließend fertigten wir Selbstporträts im Stil von Picassos Spätwerk an.

Auch bei Schülern, die nicht den Kunstkurs belegen, hinterließ die Ausstellung einen bleibenden Eindruck, da Picassos Kunstwerke auch nach so vielen Jahrzehnten nichts von ihrer Wirkung und Bedeutung verloren haben.
Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen des Museums, welche die Ausstellung und den Workshop sehr interessant und lehrreich gestalteten.

 

 

Joshua Preetz und Johanna Dedek GK-Kunst 12 (OSZ Prignitz)

Inklusiver Koch-Workshop am Oberstufenzentrum

Viele reden von Inklusion – Wir kochen gemeinsam.

Am Dienstag, den 28.5.2019, fand am Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge ein erster inklusiver Kochworkshop des Bundesprojektes „IKKE – Bildungs- und Barrierefreiheit durch Digitalisierungsinstrumente in der beruflichen Ausbildung“ statt.
Vier Koch-Auszubildende des Oberstufenzentrums Prignitz, vier Auszubildende zum Fachpraktiker Küche von der BBZ Berufsbildungszentrum Prignitz GmbH sowie vier Mitarbeitende des Küchenbereichs des Lebenshilfe Prignitz e.V. kochten unter der Anleitung ihrer Ausbildenden und Lehrenden gemeinsam ein köstliches Vier-Gänge-Menü. Obwohl sich die Teilnehmenden vorher kaum oder gar nicht kannten, fanden sie schnell einen gemeinsamen Nenner – die Leidenschaft zum Kochen.
Den Rahmen für den Workshop bildet das auf drei Jahre begrenzte Bundesprojekt „Inklusive Küche“, das im August 2018 gestartet wurde und in Kooperation zwischen den Verbundpartnern Oberstufenzentrum des Landkreises Prignitz, BBZ Berufsbildungszentrum Prignitz GmbH, Lebenshilfe Prignitz e.V. und der Hochschule Magdeburg-Stendal durchgeführt wird. Kernziel des Projektes ist die Entwicklung und Beforschung einer innovativen, digitalen Lehr- und Lern-Umgebung für die berufliche Bildung. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung oder Behinderung sollen in der Lage sein, selbstbestimmt und selbstkontrolliert gemeinsam an allen Orten der beruflichen Bildung flexibel, orts- und zeitunabhängig systematisiert miteinander und voneinander zu lernen.
Sowohl für die Kochenden als auch für die Ausbildenden, Betreuenden und den Rest des Teams war der Tag ein voller Erfolg. „Mir hat gefallen, dass wir relativ frei arbeiten und entscheiden konnten. Ich habe mich ein bisschen wie ein Lehrer gefühlt. Das war mal eine ganz neue Situation für mich.“, so ein Koch-Auszubildender im 2. Lehrjahr. Sarah, ebenfalls im 2. Lehrjahr und Auszubildende zur Fachpraktikerin Küche meinte „Alles war eigentlich toll. Vor allem die Zusammenarbeit mit den anderen und die Fotos, die wir mitnehmen konnten.“ Trotz verschiedener Einschränkungen war die Zusammenarbeit in den gebildeten Teams von einer angenehmen Atmosphäre geprägt. Sie leiteten einander an und glichen durch ihre verschiedenen Stärken mögliche Beeinträchtigungen aus. „Manchmal waren ganz schön viele Leute auf einmal in der Küche. Dadurch war es für die einzelnen Teams teilweise schwierig, sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren“, zeigte ein Ausbilder des BBZ die Herausforderungen auf.
Das Miteinander in der Küche und das Endresultat in Form eines ausgezeichneten Menüs sprachen für sich und machten Lust auf mehr. Dajana, eine Mitarbeiterin des Lebenshilfe e.V. fasste mit „Ich würde gerne nochmal so einen Kochworkshop machen.“ die Eindrücke gut zusammen. Und ein Lehrender des OSZ meinte „Das verlangt sogar nach Wiederholung“.
Ab August geht das Projekt in die nächste Stufe und vereint die Vermittlung von Ausbildungsinhalten von Auszubildenden zum Koch und zum Fachpraktiker Küche zusammen mit Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung am Oberstufenzentrum Prignitz. Hier soll eruiert werden, ob auch das gemeinsame inklusive Lernen neben dem praktischen Zusammenarbeiten mit „Händen und Füßen“ genauso gut funktioniert und wie hier die Digitalisierung unterstützend helfen kann.

Svenja Huhndorf
Projektmitarbeiterin „Inklusive Küche 4.0“

Schüler werden zu Lehrern


13. Jahrgang des Oberstufenzentrums Prignitz gibt Schnupperunterricht Spanisch an Grundschulen


ZUM TEIL KOSTÜMIERT GABEN DIE OBERSTUFENSCHÜLER EINE DOPPELSTUNDE SPANISCHUNTERRICHT. LIANE RICHTER

Wittenberge: Während des Seminarkurses „Spanische Kunst, Kultur und Sprache“ gaben elf Schüler der 13. Klasse des Oberstufenzentrums (OSZ) Prignitz eine Doppelstunde Spanischunterricht an der hiesigen Montessori Schule und der Friedrich Ludwig Jahn Schule in Wittenberge.

Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es als erstes in die Klasse 7/8 von Robert Tyrkalski, wo uns 23 Schüler der Montessori-Schule herzlich empfingen. Nach einer kurzen Einführungsphase, in der sich die Schüler auf Spanisch vorstellten, ihr Alter, ihre Hobbies und Essensvorlieben nannten, ging es in die Stationsarbeit. Hier wurden alle vorangestellten Themen mit den Montessori-Schülern bearbeitet. An jeder Station gab es ein Arbeitsblatt, so dass alle am Ende einen kleinen Hefter mit den wichtigsten Informationen in ihren Händen hielten.

Jede Station war von den Schülern geplant, erarbeitet und durchgeführt worden. Neben Vokabeln, Redewendungen, Anschauungsmaterial zu Sehenswürdigkeiten von Madrid, spanischen Künstlern und Schauspielern, hatte Elizabeth Plijev auch selbst gemachtes Gazpacho mitgebracht, das besonders gut ankam. Den Abschluss bildete ein Quiz, erstellt von Darja Holzwart, in dem das Erlernte direkt angewendet werden konnte.

Eine Woche später durften wir dann bei Lena Solodov in der Klasse 6a zu Gast sein. Die Schüler waren freudig aufgeregt und empfingen uns mit großer Neugier. Hoch motiviert gingen die Sechstklässler in die Stationsarbeit, bei der hier neben den Farben und Zahlen auch die Haustiere im Mittelpunkt standen. Bei jeder Station konnten die Schüler Punkte sammeln, so dass am Ende ein Gewinnerteam gekürt wurde. Für die Schüler des 13. Jahrganges war das so kurz vor den Abiturprüfungen eine große Herausforderung. Einmal auf der anderen Seite im Klassenzimmer zu stehen, bringt neue Sichtweisen und neue Erfahrungen. Und wer weiß, vielleicht hat ja der eine oder andere Gefallen am Unterrichten gefunden und wird einmal den Beruf des Lehrers ergreifen.

Den Schülern waren die Freude und der Erfolg, die spanische Sprache anwenden und weitergeben zu dürfen, anzumerken. Alle haben sich ausgezeichnet vorbereitet und präsentiert.

Sie wissen, wer Fremdsprachen lernt, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und zeigt damit Weltoffenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Spanisch nimmt den vierten Platz der weltweit meistgesprochenen Sprachen ein. Daher liegt es uns auch am Herzen, dass die jungen Menschen Teil daran haben und wir bieten am OSZ Prignitz neben Russisch auch Spanisch als zweite Fremdsprache an. Wir bedanken uns herzlichst für den freundlichen Empfang an beiden Schulen, für das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde und bei den Schülern, die alle so toll mitgemacht haben. Muchas gracias y hasta luego!
(SVZ, 08.04.2019, S.12)

Schüler wurden zu Lehrern

13. JAHRGANG des OSZ Prignitz gibt Schnupperunterricht Spanisch an Grundschulen

WITTENBERGE
Im Rahmen des Seminarkurses „Spanische Kunst, Kultur und Sprache“ gaben Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse des Oberstufenzentrum Prignitz (OSZ) eine Doppelstunde Spanischunterricht an der Montessori- und an der JahnGrundschule in Wittenberge. Aufgeteilt in zwei Gruppen, ging es als erstes in die Klasse 7/8 von Robert Tyrkalski, wo 23 Schüler der Montessori Schule ihre „Lehrer“ herzlich empfingen. Nach einer kurzen Einführungsphase, in welcher sich die Schüler und Schülerinnen vom OSZ Prignitz auf Spanisch vorstellten, ihr Alter, ihre Hobbys und Essensvorlieben nannten, ging es in die Stationsarbeit. Hier wurden alle vorangestellten Themen mit den Montessori Schülern bearbeitet. An jeder Station gab es ein Arbeitsblatt, so dass alle am Ende einen kleinen Hefter mit den wichtigsten Informationen in ihren Händen hielten. Jede Station war von den Schülern geplant, erarbeitet und durchgeführt worden. Neben Vokabeln, Redewendungen, Anschauungsmaterial zu Sehenswürdigkeiten von Madrid, spanischen Künstlern und Schauspielern, hatte Elizabeth Plijev auch selbstgemachte Gazpacho mitgebracht, die bei den Jugendlichen besonders gut ankamem. Den Abschluss bildete ein Quiz, erstellt von Darja Holzwart, in welchem das Erlernte direkt angewendet werden konnte. Eine Woche später durften die OSZ’ler dann bei Lena Solodov in der Klasse 6a der Jahn-Grundschule zu Gast sein. Hoch motiviert gingen die Sechstklässler in die Stationsarbeit, bei der hier neben den Farben und Zahlen auch die Haustiere im Mittelpunkt standen. Bei jeder Station konnten sie Punkte sammeln, so dass am Ende ein Gewinnerteam gekürt wurde. Für die Schülerinnen und Schüler des 13.Jahrgangs war das so kurz vor den Abiturprüfungen eine große Herausforderung. Einmal auf der anderen Seite zu stehen, das bringt neue Sichtweisen und neue Erfahrungen. Und wer weiß, vielleicht hat ja der eine oder andere Gefallen am Unterrichten gefunden und wird einmal den Beruf des Lehrers ergreifen. Alle hatten sich ausgezeichnet vorbereitet und präsentiert. Sie wissen, wer Fremdsprachen lernt, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und zeigt damit Weltoffenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Am OSZ Prignitz wird neben Russisch Spanisch als zweite Fremdsprache angeboten.

Liane Richter, Prignitz Express, 30.03.2019