Studienberatung am OSZ

Die Studien- und Berufsberaterin Frau Prause von der Agentur für Arbeit Perleberg stellt sich den Fragen der Schüler der FOW20, die in diesem Schuljahr ihre Ausbildung mit dem Fachabitur abschließen werden. Fragen zu Studienmöglichkeiten und finanziellen Hilfen im Land Brandenburg standen im Vordergrund. In individuellen Gesprächen wurden anschließend persönliche Themen besprochen.

Projekt Kompetenztraining / Teambuilding

„Ich lass mich mal überraschen“ – Diese Antwort gaben viele Schülerinnen und Schüler (SuS) auf die Frage, was sie sich unter dem aktuellen Projekt vorstellen.

Im Zeitraum vom 06. – 14. September 2021 durften die SuS aus dem 1.Ausbildungsjahr der Sozialassistenten am Projekt „Kompetenztraining/Teambildung“ mit der Dozentin Frau Arndt von der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk teilnehmen, das im Rahmen des Projektes „Türöffner: Zukunft Beruf“ organisiert wurde. Die Dozentin hat eine gute Mischung aus theoretischen Inhalten und praktischen Anwendungen getroffen und das kam bei den SuS sehr gut an – ganz nach der Devise: „Möglichst wenig schreiben und mehr Sachen ausprobieren.“  Das Ziel des Projektes sollte sein, dass die SuS aus den jeweiligen Klassen sich besser kennenlernen und sich zudem mit sich selbst genauer auseinandersetzen sollten.
Es fanden sehr viele verschiedene Gruppenübungen statt, in denen sich die SuS zum Beispiel einmal Gedanken machen sollten, ob eine attraktive Person mehr Chancen im Vorstellungsgespräch hat als eine Unattraktive. Anschließend wurden die Ergebnisse vorgestellt und mit den anderen Mitschüler*innen aus der Klasse diskutiert. Eine andere Übung bestand darin, als gesamte Klasse einen Ball auf einem Ring zu transportieren. Jeder Teilnehmende hatte eine Schnur in der Hand und die gesamte Gruppe musste gemeinsam durch zwei Räume gehen, ohne dass der Ball herunterfällt. Hier war genaue Kommunikation sehr wichtig und es mussten alle gezielt mit eingebunden werden. Die Gruppen wurden nach jeder Übung neu gemischt, sodass möglichst viele neue Konstellationen an Gruppenmitgliedern entstanden.

Zum Abschluss wurde mit den SuS das beliebte Kommunikationsspiel „Werwolf“ gespielt, was zum Ende des Projektes noch einmal ein kleiner Höhepunkt für alle Beteiligten war. Das Feedback der SuS fiel für die Dozentin und das Projekt sehr gut aus und die angehenden Sozialassistentinnen und Sozialassistenten freuen sich schon auf das nächste Projekt.

Die Türöffner
Hückel/Hann

Lauf für Frieden und Toleranz der Stadt Wittenberge

Am 8. und 9. September 2021 fand nach langer Zeit der „Lauf für Frieden und Toleranz“ als 24-Stunden-Lauf wieder in Wittenberge statt. In diesem Zusammenhang wurde die Parkeinweihung für den neu sanierten Clara-Zetkin-Park gefeiert. An dieser Veranstaltung beteiligte sich in diesem Jahr auch das Oberstufenzentrum Prignitz.

Es nahmen rund 100 Schülerinnen und Schüler am „8. Lauf für Frieden und Toleranz“ teil und setzten symbolisch ein Zeichen. Neben den 11. Klassen der gymnasialen Oberstufe von Frau
L. Richter und Frau Marx liefen auch Schülerinnen und Schüler aus unseren Erzieher-, Heilerziehungspflege- und Sozialassistenten-Klassen, die gemeinsam mit Frau Völzer und Frau Döring ihre Runden drehten. Für die Teilnehmenden war es eine schöne Abwechslung zum Schulalltag und beim anschließenden Familienfest zur Parkeinweihung konnten Interessierte noch tolle Angebote von verschiedenen Unterstützern der Stadt nutzen. Zudem haben sich auch viele Schülerinnen und Schüler ehrenamtlich am Fest beteiligt. Herr Prüter begleitete sogar die Brassband des Gymnasiums. Es war eine gelungene Veranstaltung, an der wir sicherlich in den nächsten Jahren erneut teilnehmen werden.

Neuer Vorstand des Fördervereins

Am 07. Oktober 2021 fand eine Mitgliederversammlung des Fördervereins der Schule statt.

Auf dieser Versammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

Vereinsvorsitzende: Frau Birgit Seiferth
Stellv. Vereinsvorsitzende: Frau Barbara Eisenhuth
Kassenwart: Herr Jens Lüttschwager
1. Beisitzerin: Frau Liane Richter

Wir wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung der anstehenden Aufgaben!

Der neugewählte Vorstand des Fördervereins am OSZ Prignitz

AKTION KLIMABÄNDER

Umweltorganisation setzt Zeichen mit unseren Wünschen

Die nächsten drei Jahre entscheiden über unsere Zukunft hinsichtlich des Klimawandels. Mit der Aktion Klimabänder wollen wir die Klimapolitik in den Fokus der Bundestagswahl rücken.“ Das ist das Ziel der Omas for Future – Bewegung.

Auch die Schüler*innen der 12. und 13. Klasse des Oberstufen-zentrums in Wittenberge nahmen daran teil.

Voller Enthusiasmus gestalteten die Schüler*innen im Rahmen des Kunstunterrichts am 1. September verschiedene Klimabänder mit den unterschiedlichsten Wünschen für unsere Zukunft. So wurden sich neben glücklichen Hühnern, Fischen und Kühen auch pünktliche Züge gewünscht. Viele Bänder warnen vor der Erderwärmung, der Überfischung der Ozeane und der Tatsache, dass Fische Plastik aufnehmen und wir somit unsere Umwelt und schließlich auch uns selbst schädigen. „Jeder Gang macht schlank“ oder „Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten, wäre jeder Vegetarier“ sind weitere Aufforderungen, seinen Lebensstil zu überdenken und seinen Beitrag zu leisten.

Anfang September wurden die Klimabänder durch die Hilfe von Tina Gierth vom Elbgartenverein in Richtung Berlin auf den Weg gebracht, wo sie am und um das Brandenburger Tor mit vielen weiteren Klimabändern auf die Dringlichkeit der Problematik aufmerksam machen sollen.

Leni Vietze (Schülerin Klasse 12, OSZ Prignitz)

SPORT UND SPASS ZUM SCHULJAHRESENDE AM OSZ PRIGNITZ

Lange Zeit schien es, als würden die diesjährigen Sporttage am OSZ Prignitz auch der Corona-Pandemie zum Opfer fallen, aber dank der niedrigen Inzidenzzahlen im Juni konnten wir auch dieses Schuljahr ganz traditionell mit einem Volleyballturnier am Friedensteich beenden.

So spielten am 21.6.2021 elf Mannschaften aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 zunächst in einer Vorrunde und dann in einer Platzierungsrunde um die ersten Plätze. Gewinner des Turniers war das Team „Jägermeister“ (Jahrgang 12), dicht gefolgt vom Team „Ehmke&Co (auch Jahrgang 12).  Den letzten Platz und somit Gewinner der „Goldenen Ananas“ war das Team „Peace“ aus der 11. Klasse.

Für den Tag war heftiger Regen angesagt, aber letztendlich war das Wetter so toll, dass einige Schüler*innen die Gelegenheit nutzten und in den Friedensteich sprangen.

Das Gewinnen ist das eine, aber Spaß und Freude am gemeinsamen Sport das andere. Von daher war es nach dem langen Homeschooling auch wichtig, endlich wieder etwas für die Entwicklung des Teamgeistes und für das Gemeinschaftsgefühl zu tun.

Daher probierten unsere Schüler*innen am 22.6.2021 dann auch mit Begeisterung die neue FUNTASY WORLD in Wittenberge aus. Es wurde gehopst, geklettert und geschossen. An den verschiedenen Kletterwänden kamen die Schüler*innen hoch hinaus, im Trampolin- und Parcour-Area kamen sie mächtig ins Schwitzen und bei der grünen Rutsche konnte man die anstrengenden letzten Wochen vergessen und mit seinen Klassenkameraden richtig Spaß haben.

Herzlichen Dank an das Team der FUNTASY WORLD für die geduldige Unterstützung bei dem großen Andrang.

Wir wünschen allen Schüler*innen und Lehrer*innen sonnige und erholsame Ferientage und hoffen auf ein Schuljahr 2021/22 ohne größere Corona-Einschränkungen, aber dafür mit viel Kultur, Sport, Spaß und Gesundheit.

Claudia Ihl und Liane Richter

Syrerin meistert die Hürde Abitur

Waaed Al Haj Ali besteht Reifeprüfung am Oberstufenzentrum Prignitz und wurde zwischendurch Mutter

Waaed Al Haj Ali hat ihr Abitur erfolgreich abgelegt und feiert das mit ihrer Tochter Bushra. privat

Die kleine Bushra lacht mit ihrer jungen Mutti um die Wette. Mit ihren kleinen Beinen läuft sie immer wieder in Richtung Springbrunnen und Waaed Al Haj Ali sprintet ihrer Tochter hinterher. Das ist eine ungewöhnliche Situation für unser Interview, aber hinter der 21-Jährigen liegt auch eine ungewöhnliche Geschichte, die mit einem Abitur endet.
2016 floh Waaed Al Haj Ali wie so viele ihrer Landsleute aus Syrien. Sie floh vor Krieg, Elend, Hunger und nackter Gewalt. Ihr Weg führte über den Libanon und die Türkei nach Deutschland. „Ich konnte kein Wort Deutsch“, sagt sie, aber das spornte sie nur an. Sie besuchte eine Schule in Eberswalde und beendete zwei Jahre später erfolgreich die 10. Klasse.

Hochzeit in Wittenberge

Ihr Deutschlehrer habe sie ermutigt, das Abitur zu machen. „,Mache keine Ausbildung, nutze deine Chance auf ein Abitur’, sagt er immer wieder zu mir.“ Waaed vertraute seinen Worten und sie hatte Spaß am Lernen. Privat führte sie ihr Weg weiter nach Wittenberge. Hier lebt ihr Mann Khaled. 2018 hatten sie geheiratet. „Wir kannten uns schon ganz lange, unsere Eltern sind miteinander befreundet.“ Aus Freundschaft sei Liebe geworden. Am Oberstufenzentrum in Wittenberge begann sie ihre Abiturausbildung. Neben Deutsch und Englisch lernte sie eine dritte Fremdsprache: Russisch. „Ich lerne gerne Sprachen und Russisch ist für mich einfacher als Deutsch“, sagt sie. Dennoch seien die Sprachen für sie eine große Herausforderung gewesen. „Mathematik fand ich immer einfacher.“
„Sie war meine beste Schülerin“, sagt ihre Russischlehrerin Liane Richter. In allen Klausuren habe sie eine 1 geschrieben. Überhaupt sei Waaed eine beeindruckende Frau, hinter der drei bewegende Jahre liegen. Tochter Bushra, ihr Name bedeutet „das Gute“, kam vor eineinhalb Jahren zur Welt. „Bis wenige Tage vor der Geburt war Waaed an der Schule. Sie kam auch schon nach einer Woche wieder zurück, lernte weiter fleißig, hatte immer ihre Hausaufgaben gemacht“, sagt Liane Richter.
Leicht sei die Zeit nicht gewesen, gibt die junge Mutti zu. Aber sie wollte das Schuljahr nicht abbrechen und wiederholen. Sie hatte einfach Angst, dass sie das nicht schaffen würde, den Weg zurück in die Schule nicht finden würde. „Und ich hatte viel Hilfe. Mein Mann betreute unsere Tochter, hat gekocht und meine Schwester hat ebenfalls sehr viel geholfen.“
„Ihr Onkel hat sie manchmal von der Schule abgeholt und schnell zum Stillen nach Hause gefahren und wieder zurück“, ergänzt Liane Richter. Sie habe schon in den Unterrichtsgesprächen wahrgenommen, dass es in Waaeds kleiner Familie offenbar keine klassische Rollenteilung gibt. „Die Realität scheint so ganz anders zu sein, als unsere Klischees über arabische Familien. Wir sehen hier eine junge, moderne Familie“, meint Richter.
Zur feierlichen Zeugnisverleihung nahm sie Bushra mit. Das Foto zeigt beide zusammen im festlichen Kleid. „Das Abitur zu haben, ist ein super Gefühl. Ich freue mich und ich bin stolz auf mich selbst.“ Geht es nach ihren Wünschen, soll das Abitur nicht ihre letzte Station sein. „Ich möchte Medizintechnik in Magdeburg studieren“, verrät Waaed. Ihr Mann hat ebenfalls Abitur und wolle in Rostock studieren.
Ob es eines Tages zurück nach Syrien gehen wird, sei völlig offen. Die Situation in ihrer Heimat sei besser geworden. Das wisse sie aus den Gesprächen mit ihren Verwandten. Aber ungefährlich sei es noch immer nicht. „Heute sehe ich meine Zukunft hier in Deutschland.“
Liane Richter ist überzeugt, dass Waaed Al Haj Ali ihren Weg machen wird. Sie sei pflichtbewusst und fleißig, wisse, was sie wolle. „Mit ihrer Arbeitseinstellung unterscheidet sie sich von vielen deutschen Schülern, die ich unterrichte“, sagt Richter und wünscht ihrer jetzt ehemaligen Schülerin alles Gute.

 

Hanno Taufenbach, Der Prignitzer, 23.06.2021,Seite 10

Projekt „Lernkompetenzen – Fit für eine erfolgreiche Ausbildung“

Projekt „Lernkompetenzen – Fit für eine erfolgreiche Ausbildung“

Lernen ist ein Prozess, der uns ein Leben lang begleitet. Wir lernen täglich neue Sachen kennen und probieren regelmäßig Neues aus – ob bewusst oder unbewusst spielt dabei keine Rolle. Aber wie lerne ich eigentlich richtig? Gibt es Methoden, mit denen ich mich besser auf Prüfungen vorbereiten kann? Mit diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler (SuS) der Berufsschulpflichterfüllungsklassen gemeinsam mit der Dozentin Anke Steffen der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk etwas genauer befasst. Zum Anfang wurde geklärt, was „Lernen“ überhaupt ist und welche verschiedenen Lerntypen es gibt – an dieser Stelle konnten die SuS selbst überprüfen, zu welchem Lerntyp sie sich am ehesten zuordnen würden. Anschließend wurden verschiedene Lerntechniken vorgestellt und auch einige Methoden mit den SuS ausprobiert. So wurden unter anderem bekannte Varianten wie „Karteikarten schreiben“ oder „Mindmaps erstellen“ vorgestellt. Aber auch neue Methoden wie z. B. „der Gedächtnispalast“ oder „die ABC-Methode“ wurden erklärt. Viele SuS konnten neue Erkenntnisse für sich gewinnen, um die eine oder andere Methode für sich zum Lernen zu nutzen. Zum Abschluss diskutierten die SuS noch „Lerntipps“ und „Lernmotivationsmöglichkeiten“, um sich zukünftig eine geeignete Lernumgebung zu schaffen. 

Das Projekt wurde von der lokalen Koordinierungsstelle „Türöffner: Zukunft Beruf“ organisiert. Gefördert wurde es durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg. 

Die Türöffner Hückel/Hann

OSZ Schüler/innen reisen nach Spanien – virtuell

Corona macht es in diesem Jahr nicht möglich, persönlich nach Spanien zu reisen und die Sprache hautnah zu erleben. Daher haben sich unsere Lehrer Herr Ehmann und Frau Liane Richter eine Alternative einfallen lassen und unser Schuladministrator Herr Blaese schuf die technischen Voraussetzungen dafür.

Während eines Online-Kurses der Cervantes Escuela Internacional Málaga reisten wir mit unserem spanischen Lehrer Manuel quer durch das Land; dabei übten wir Wegbeschreibungen am Beispiel von Málaga und Verkehrshinweise, aber auch Berufsgruppen und ihre Tätigkeiten standen im Fokus.

Eine Sprache lebt davon gesprochen zu werden und auch wenn wir das wöchentlich im Unterricht tun, ist es doch eine neue und sehr aufregende Situation, direkt mit einem Muttersprachler in Kontakt zu treten und die eigenen Sprachkenntnisse anzuwenden. Unser hiesiger Spanischlehrer Herr Ehmann war während der Onlinestunden stets an unserer Seite, ermutigte uns und half bei Fragen weiter, so dass wir schnell die Scheu verloren und die Vorteile des Programms für uns zu nutzen lernten.

Wir als Schüler sind begeistert von den Möglichkeiten, die uns das Programm bietet, denn so kann man auch in diesen Zeiten Menschen auf der ganzen Welt treffen, mit ihnen in Kontakt treten sowie landeskundliche und sprachliche Kenntnisse erweitern.

Natürlich ersetzt so ein Onlinekurs nicht die Erfahrungen und Erlebnisse, die man vor Ort im sonnigen Süden Spaniens sammeln könnte, aber es ist ein kleiner Trost und wer weiß… wahrscheinlich können zukünftige Schüler/innen des OSZ Prignitz wieder nach Spanien reisen, dort die Sehenswürdigkeiten Andalusiens erkunden, in Restaurants und Cafés ihre Sprachkenntnisse anwenden und die Cervantes Escuela mit ihren sympathischen Lehrkräften persönlich kennenlernen. Wir drücken euch die Daumen!

Da in diesem Jahr kein „Tag der offenen Tür“ an den Schulen stattfindet, verweisen wir auf unsere Homepage, auf der man sich über die verschiedenen Bildungsgänge am OSZ Prignitz sowie über Fächerbelegungen in der Gymnasialen Oberstufe, u.a. Wirtschaftswissenschaften als Leistungskurs und Spanisch als 2. Fremdsprache, informieren kann. Außerdem findet ihr hier die Anmeldefristen und notwendigen Voraussetzungen für den Besuch der Abiturstufe.

Eure Emma David (Klasse 13 am OSZ Prignitz)