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OSZ Wittenberge Sport-und Projekttage 2018 (25.6.-3.07.2018)

Premiere: „The Winner is… „?

Die diesjährigen Projekttage feierten eine Premiere.

Am Ende der Projektwoche wurde das beste Projekt ausgezeichnet. Alle Schülerinnen und Schüler waren aufgefordert, auf einem Stimmzettel das Projekt anzukreuzen, das durch eine überzeugende Präsentation, tolle Ergebnisse, interessante Themen und deren Umsetzung am meisten überzeugte.

Dabei durfte man für das eigene Projekt nicht voten.(Ein Dankeschön an Frau Felsch und Frau Schliemann für Idee und Realisierung!)

Am Freitagvormittag konnten die meisten der 12 Projekte der GOST sowie der KFZ-und Industriemechaniker und Elektroniker begutachtet werden.

Die jungen Damen aus der zukünftigen 13 wollten natürlich nicht zeigen, welche tollen Tänze wir am Chaostag 2019 und beim Abiball sehen werden.

Und bei Volleyballern und Fußballern hätte es ständig Nachspielzeit gegeben, da hätte der Vormittag nie ausgereicht für das Endspiel…

Die Theatergruppe beeindruckte durch einfühlsames Spiel, die Akrobatinnen durch Sportlichkeit und Eleganz, leckeres, gesundes Essen, Gehäkeltes und Gestricktes u.v.a.m. wurden präsentiert. Lillys Gruppe wiederum hatte sich u.a. damit beschäftigt, wie sich Frauen-Mode im Laufe der Zeit wandelte und was dies über die Rolle der Frau in der Gesellschaft deutlich macht.

Welcher Gruppe gibt man seine Stimme?

Gegen 12 Uhr wurde endlich „das amtliche Wahlergebnis“ bekanntgegeben.

Sieger wurde das Projekt „Kulturelle Reise durch Spanien und Russland“, das mit seinem Programm auf dem Brandenburger Landesfest am 25.08.2018 in Wittenberge unsere Schule vertreten wird.

Sologesänge zur Gitarre, Kanon, Quizz oder multi-sprachlicher Dialog wurden bei der Präsentation mit viel Applaus bedacht. Dass das große Engagement der Schülerinnen und Schülern um Frau Liane Richter, Frau Kerstin Richter und Frau Schliemann so punkten konnte, zeigt die Fairness im Umgang miteinander an unserer Schule

Die tollen Arbeitsergebnisse der Projektgruppen „Unser Landesfest an der Elbe“ sowie der Gruppe um Fotografin Simone Arndt, die Banner/Poster zur Präsentation Wittenberges gestaltete, werden Ende August ebenfalls in der Stadt zu sehen sein.

Exkursionen und vielfältige, interessante Projekte gab es an den letzten Schultagen vor den Sommerferien natürlich nicht nur für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 der Abteilung I des OSZ Wittenberge sondern auch für die Auszubildenden im Bereich Technik, Hauswirtschaft und die FriseurInnen.

Projekttage sind keine schulfreien Tage, wie Außenstehende manchmal meinen. Es sind Tage, an denen man auf vielfältige Weise und an ganz unterschiedlichen Orten neue Erfahrungen macht, lernt.

M. Frahm

Jubel und Applaus für die Sieger. Frau L. Richter freut sich sichtlich über die Anerkennung (und Prämie für die Arbeitsgruppe).

Eine kleine Weltreise – Russland und Spanien!

Lasst euch verzaubern von spanischen Señoritas und russischem Flair

Unter dem Motto: „Eine kulturelle Reise durch Russland und Spanien“ fertigte unsere Projektgruppe in den vier Tagen kreativ gestaltete Aufsteller für den „Brandenburg Tag“ in Wittenberge an.

Werde selbst zur  señorita oder zum señor und lasse
dich in traditioneller russischer Tracht fotografieren.

Im Verlauf der Woche gestalteten wir neben den Aufstellern ein Russland-Quiz, in dem ihr euer Wissen ruhig einmal testen lassen könnt!
An einem mitreißenden multi-sprachlichen Dialog, einem Tanz im Stil-Mix der Kulturen und zwei mühsam einstudierten Songs findet ihr auch ganz bestimmt Gefallen.

Probiert euch am spanisch-russischen Bingo und genießt den Kanon, mit dem unsere Gruppe die verschiedenen Kulturen in harmonischen Einklang bringen wird!

Viel Spaß wünschen euch:

Kim Jentzsch, Stefanie Dreyer, Darja Holzwart, Laura-Angelina Girod, Sophie Wilde, Vivien Geisler, Lina Isabell Zühlke, William John Moltrecht, Hannes Stavenow, Sven Schlüter, Thang Wotenow und den Projektleiterinnen R. Schliemann, Liane und Kerstin Richter

Leinen los zum Landesfest an der Elbe

Ahoi!

Unsere Projektgruppe vom OSZ trug aktiv zur Ausgestaltung des „Brandenburg Tages“ in Wittenberge bei.

In Kooperation mit der Projektleiterin der Stadt Wittenberge und der Holztechnik des BBZ bringen wir die Festbesucher mit selbst gebauten Wegweisern auf Kurs.

Die farbenfrohen Schilder führen zu den schönen Festivalaktivitäten und sehenswerten Orten unserer Heimatstadt.

Die erforderlichen Materialien stellte uns der Baubetrieb Wolter bereit. Wir haben gebastelt und geschmückt, um das maritime Flair unserer schönen Stadt zu untermalen.

An die Riemen und los!

Am ersten Tag tobten wir uns handwerklich an den Schildern und Ankern aus. Herr Sendzik, der Ausbilder der Holztechniker, zeigte uns, wie man sie mit Stichsäge in Form bringt und später abschleift. Durch die tatkräftige Unterstützung der Auszubildenden lief alles wie am Schnürchen und… alle Finger sind noch dran!

Mit typischen Farben des „Brandenburg Tages“ ausgestattet, grundierten wir die Schilder und Anker am Dienstag und Mittwoch. Anschließend wurde alles beschriftet  und mit eigens gesammelten Muscheln aus der Elbe und altem Seemannstau verschönert.

Wir hoffen, viele Besucher werden sich an unserer Arbeit erfreuen können, wenn es heißt: „Leinen los zum Landfest an der Elbe“.

Gute Fahrt wünschen euch

Lisa Jüttner, Peer Kotysch, Walaa Alaani,  Antonia Keuters, Lea Walther, Colinn Teschmayer, Raffaela Breul, Janina – Isabell Scheiblich und Projektleiterin B. Marx

Auf ihre Arbeitsergebnisse können die Mitglieder der Projektgruppe mit Recht stolz sein.

Aufreibender Nervenkitzel bekommt einen Namen: Au Pair

Alexander Korth, Abijahrgang 2015/2016, berichtete von seinem Australienaufenthalt

Am Mittwoch, dem 04.07.2018 riefen zwei Vertreter der Organisation AIFS (American Institute For Foreign Study) das Fernweh einiger Schüler und Schülerinnen der Jahrgansstufe 12 wach.

Ein Jahr im Ausland sei eine spannende Sache, so Alexander Korth, der vor kurzem selbst noch die Schulbank am OSZ Wittenberge drückte, bevor er vor gut einem Jahr in neue Welten aufbrach.

Alexander war gemeinsam mit Juliane Krüger-Oechsle, Bereichsleiterin Nord/Berlin beim AIFS an unsere Schule gekommen.

Alexander berichtete von der „schönsten Zeit seines Lebens“, seinen persönlichen Erfahrungen aus dem Aufenthalt in Australien, von der sechsmonatigen Arbeit als Au-pair, vom anschließenden Hinauf- und Hinunter reisen an der sonnigen australischen Küste und seinen zahlreichen Jobs bei Work and Travel. Zudem gab er einige Insider-Infos über Land und Leute preis, die die Schüler hier und da durchaus zum Schmunzeln brachten. Seine halbjährige Au-pair-Tätigkeit wurde gut bezahlt, sodass er seine Reisen durchs Land damit beginnen konnte. Zudem sei die Au-pair-Zeit auch eine gute Erfahrung vor einem geplanten Studium im sozialen Bereich.

Als Au Pair nach Australien zu gehen, sei dabei nur eine von vielen Möglichkeiten, informierte AIFS-Vertreterin Juliane Krüger-Oechsle. Etliche andere Länder (u.a. USA, Argentinien, Nepal, Südafrika und Japan) sind in das AIFS-Projekt eingespannt und offen für reisefreudige Schul- und Auszubildungsabsolventen, Studenten und Berufstätige zwischen 18 und 30 Jahren.

Abgesehen vom Au Pair gibt es noch andere Perspektiven. Von Auslandspraktika über Sprachreisen, Freiwilligenprojekte, Sommerjobs im Camp America, Ranchwork/Farmwork and Travel bis zum Studium im Ausland ist alles möglich.

Interessierte junge Leute können sich an AIFS – Educational Travel wenden und erfahren kompetente Vermittlung, werden rundum informiert und während ihres Aufenthalts in der Fremde durch Ansprechpartner begleitet.

Wer mehr erfahren möchte, sehe sich auf der Homepage des AIFS um und findet vielleicht Gefallen daran, nicht einfach nur über den sprichwörtlichen „Tellerrand“ hinauszublicken zu wollen, sondern ihn einmal wahrhaftig zu überschreiten.

Janina-Isabell Scheiblich/Fotos: M. Frahm

Algenprojekttag am OSZ

Am 25.06.2018 führten die Auszubildenden im Gastronomie Bereich einen Projekttag gemeinsam mit Jörg Ullmann, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Projektleiter der Algenfarm in Klötze, durch.
Am Anfang hielt Herr Ullmann einen wissenswerten Vortrag über die Klassifizierung und die Bedeutung der Algen für den Menschen. Dabei wurde auf den Einsatz von verschiedenen Algen in der Kosmetikindustrie und vor allem im Nahrungsmittelbereich eingegangen. Insgesamt 70% der Lebensmittel werden unter Zusatz von Algenprodukten hergestellt.So werden zum Beispiel grüne und blaue Haribo Gummibären mit Farbstoffen aus der Spirulina und Chlorella Alge eingefärbt. Weiterhin kann man mit dem Algenprodukt, ‚Bobei‘,   Rührkuchen oder auch Eierkuchen vollkommen ohne Butter und Eier herstellen.

Interessant ist dabei auch der erheblich verringerte Brennwert, so dass nicht nur vegan orientierte Esser sondern auch Kalorienbewusste hier ein passendes Produkt zur Hand haben. Die Firma Roquette in Klötze unterstützt auch unterernährte Kinder in Kolumbien. Der extrem hohe Eiweißgehalt, etwa 70%, verhindert die Mangelerscheinungen, wie zum Beispiel Hungerbäuche.
Die Auszubildenden des OSZ erhielten nach dem Vortrag die Möglichkeit selber mit Algenprodukten zu arbeiten. Unterstützt wurden sie von Herrn Ullmann und einer Mitarbeiterin, sowie den Fachlehrern des OSZ.

So bereiteten die Kochlehrer Anne Sommer und Andreas Warmus den Sushi Reis vor, der besonders klebrig sein muss.

Organisiert wurde dieses Projekt von der Fachlehrerin Jana Gießler, die im Vorfeld  auch die Firma in Klötze besichtigt hatte. Eine besondere Herausforderung war auch der Einkauf der Lebensmittel, wie zum Beispiel Lotuswurzel, Wakame, Miso.
In gemeinsamer Arbeit der Auszubildenden wurde ein 4 Gang Menü hergestellt. Als Vorspeise gab es eine Miso Suppe mit Wakame und Lotuswurzel. Das Zwischengericht war ein zweifach gerollter und mit Mango—Erdberrcreme aromatisierter gefüllter Eierkuchen mit Bobei und Chlorella Pulver, verantwortlich für die grüne Farbe.

Besonderen Spaß hatten die Auszubildenden bei der Herstellung des Sushi, gerollt in Nori Blättern. Als Abschluss gab es eine mit Spirulina —blau gefärbte Schlumpfmerengada, die durch die Verwendung von Kokosmilch und gefroren pürierten Bananen ein besonders schmackhafter Sommerdrink ist.

Jana Gießler

Sportfest der Abteilung 2

Am gestrigen Montag fand das diesjährige Sportfest der Abteilung 2 in der Quandt-Halle in Pritzwalk statt.

Vorbereitet durch die Sportlehrer der Abteilung maßen sich die Auszubildenden des 1. Ausbildungsjahres in den Disziplinen Tischtennis, Fußball und Volleyball.
Die Wettkämpfe waren von Kampfgeist und Fairness geprägt.
Gegen 13:00 Uhr standen die Gewinner fest und die Siegerehrung konnte vorgenommen werden.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei den Sponsoren der Veranstaltung, der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und der Sparkasse Prignitz.

Bilder der Veranstaltung können im geschützten Bereich auf der Seite „Bilder“ angesehen werden.

„LIGHTLINER“ macht Station im OSZ Prignitz

Wenn es um die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung geht, kann die Firma Waldmann der richtige Ansprechpartner sein. Seit gut 50 Jahren entwickelt die Firma verschiedenste Lichtlösungen. Der „LIGHTLINER“ machte am 30.05. auch Station im OSZ Prignitz in Wittenberge. Die Auszubildenden verschiedener Ausbildungsberufe und Schüler bekamen von den Experten Informationen zum Thema Beleuchtungstechnik und zu Neuheiten auf diesem Gebiet. Eines der Top-Themen hieß – Biodynamische Beleuchtung. Dabei geht es um den Einfluss von künstlicher Beleuchtung auf den menschlichen Körper. Um das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz zu fördern, hat die Firma Waldmann spezielle Leuchten dazu entwickelt. Ein sehr interessanter Aspekt, fanden die Azubis.
                                                                                                                                                       Ingo Guhl

Exkursion der Fachschule Heilerziehungspflege in die Montessori-Schule Wittenberge

Am 27.05.2018 fand im Rahmen des Lernfeldes 4 unter der Thematik „Inklusion“ eine ganztägige Exkursion zur Montessori-Schule in Wittenberge statt. Im Rotationsverfahren hospitierte die Klasse HEP16 alle Jahrgangsstufen der Schule und nahm am alltäglichen Schulalltag teil (gemeinsame Mahlzeiten sowie Hofpausen). Dabei gewannen sie nicht nur Einblicke in Methoden und Arbeitstechniken der Montessori-Pädagogik, sondern konnten ihre theoretischen Kenntnisse zum Thema Inklusion durch die gelebte Umsetzung des „offenen Ansatzes“ erweitern und vertiefen. Die Montessori-Schule hat nach eigenen Angaben einen 25-prozentigen Anteil von Kindern mit unterschiedlichsten Förderbedarfen, welche mithilfe von Einzelfallhelfern und Sonderpädagogen inklusiv beschult und pädagogisch betreut werden. Damit stellt sich die Montessori-Schule als ein möglicher Arbeitgeber für ausgelernte Heilerziehungspfleger/-innen dar.

In der sich anschließenden Feedbackrunde mit den Kollegen und der Schulleitung der Schule fand ein reger und konstruktiver Meinungsaustausch statt.

Es wurde vereinbart, dass die Exkursion zukünftig mit jeder Heilerziehungspflegeklasse durchgeführt werden sollte, da sie den theoretischen Unterricht sinnvoll ergänzt und gleichzeitig der Berufsorientierung dienlich ist.
Marlen Döring

 

Exkursion zur Berufsorientierung der Berufsfachschule Soziales im Bereich Heilerziehungspflege

Am 15.05. und 22.05.2018 erkundeten die Klassen BFS17A und BFS17B im Rahmen des Lernfeldes 2 eines der zukünftigen Berufsfelder. Dabei wurden die Prignitz Werkstätten der Lebenshilfe besucht, wobei die Schülerinnen und Schüler Einblick in die unterschiedlichsten und vielfältigen Arbeitsbereiche der Arbeitnehmer nehmen konnten. Des Weiteren konnten sich die Lernenden in der anschließenden Gesprächsrunde mit der Leiterin der Einrichtung über das Arbeitsfeld von Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger informieren.
S.Liebner

 

Verlust der Schulklasse droht

Wegen geringer Azubi-Zahlen droht der Weggang der Berufsschulklasse „Kaufmann /- frau für Büromanagement“ / Firmen kämpfen für Erhalt

Tjard Busack hat im August des vergangenen Jahres seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei Vion begonnen. Paul Grotenburg

Prignitz „Der Prignitz-Bonus ist aufgebraucht. Wenn jetzt nicht reagiert wird, dann fällt eine wichtige Ausbildungsmöglichkeit weg“, sagt Bettina Hagemann, Prokuristin bei Hagemann Dienste GmbH, gegenüber unserer Redaktion in aller Deutlichkeit. Damit bezieht sie sich auf die Situation, die derzeit am Oberstufenzentrum in Pritzwalk droht. Wenn sich nämlich für das neue Schuljahr keine 16 Auszubildenden für eine Klasse im Beruf „Kaufmann /- frau für Büromanagement“ finden, dann droht der Weggang dieses theoretischen Teils der Ausbildung aus der Prignitz. Um dieses Desaster zu verhindern, haben sich drei Prignitzer Unternehmer zusammengeschlossen. Die Vormark Kochkultur GmbH, Hagemann Dienste GmbH und Vion Perlberg gehen damit einen bislang eher ungewöhnlichen Weg. „Gemeinsam als Unternehmer betonen wir, wie wichtig dieser Ausbildungsberuf für Betriebe ist und appellieren an andere Firmen, sich stärker an der Nachwuchsgewinnung zu beteiligen“, sagt Roy Hartung, Chef der Kochkultur und Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Prignitz, gegenüber unserer Redaktion.

Die jetzt drohende Situation hat sich bereits in den vergangenen Jahren angedeutet. Die Schulklasse des vergangenen Jahres besuchen derzeit sechs Auszubildende. In den Jahrgängen zuvor waren es zehn bzw. zwölf Azubis. „Wir haben da schon eine Ausnahmegenehmigung vom Schulamt gehabt“, erklärt Schulleiter Jan Meyerhoff vom Oberstufenzentrum in Wittenberge, das zu Pritzwalk gehört.

Trotzdem haben viele Firmen anscheinend nicht reagiert. Für das kommende Jahr scheint keine Besserung in Sicht. Bislang habe das Oberstufenzentrum eine Zusage von vier neuen Auszubildenden, so der Schulleiter.

Das soll sich nun ändern, deshalb setzten die drei Betriebe ein Zeichen. „Wir bieten zum neuen Schuljahr im August einen zweiten Ausbildungsplatz an“, erklärt Sylvia Pittack, Leiterin der Buchhaltung bei Vion. Roy Hartung bietet erstmals diese Ausbildungsmöglichkeit an. Sollte die geforderte Anzahl an Auszubildenden nicht erreicht werden, müssen diese ab August nach Neuruppin oder Nauen. „Das sind Wege, die für teilweise Minderjährige, nicht aufzunehmen sind“, erklärt Bettina Hagemann. Sollte die Schulklasse einmal den Weg in die Nachbarkreise gefunden haben, wird es noch schwieriger, irgendwann wieder eine solche in der Prignitz zu etablieren. Dann werden nämlich 25 Schüler für eine Neugründung benötigt. Diese Zahl zu erreichen sei fast unmöglich, sind sich die drei Unternehmer einig.

Gründe für die geringen Auszubildendenzahlen sind der demographische Wandel, die Geburtenrate und die vermeintliche Überqualifizierung der Schüler, wenn sie ihr Abitur absolviert haben. Viele wollen lieber studieren, als eine Ausbildung zu machen. Dennoch wollen die Unternehmen nicht den Kopf in den Sand stecken. Um auf eine Ausbildung zum „Fachmann jedes Büros“, aufmerksam zu machen, seien die Firmen auf den verschiedenen Jobbörsen unterwegs, sprechen Schulen direkt an und sie seien auch im Internet präsent, erklärt Sylvia Pittack. Die unterschiedlichen Branchen, aus denen die Betriebe sind, verdeutlichen, dass der Job des Kaufmanns für Büromanagement universell einsetzbar ist und es deshalb besonders wichtig sei, ihn hier in der Region zu erhalten, so Hartung. Über mögliche Lösungsvorschläge für die Zukunft haben sich die Initiatoren ebenfalls schon Gedanken gemacht. „Vielleicht lassen sich manche Ausbildungsgänge, in denen es thematische Überschneidungen gibt, für einzelne Fächer zusammenlegen“, schlägt Pittack vor.

Jugendliche, die sich derzeit in der Situation befinden, Gedanken über ihre Zukunft zu machen und interessiert an der Ausbildung sind, mögen sich an das Regionalcenter der Industrie- und Handelskammer in Pritzwalk wenden. Auch für das neue Schuljahr gibt es noch Ausbildungsplätze. Ansprechpartner ist René Georgius (03395 311780 oder rene.georgius@ihk-potsdam.de). Er vermittelt an die Unternehmen.

Paul Grotenburg, SVZ, Der Prignitzer, 23.05.2018, Seite 12