Beiträge

Unsere Heilerziehungspfleger*innen in spe unterstützen das Integrationssportfest!

Am 08.09.2023 fand im Wittenberger Ernst-Thälmann-Stadion das 8. Integrationssportfest des Landkreises Prignitz statt. Mit strahlendem Sonnenschein, wenn auch hochsommerlichen Temperaturen, war die Bühne perfekt für diese Veranstaltung gesetzt.
Insgesamt nahmen rund 800 Teilnehmende mit verschiedenen Fähigkeiten an diesem besonderen Sportfest teil. Das Motto des Tages stand ganz im Zeichen von „Sport, Spiel und Spaß“, und genau das wurde geboten.

Eine unterstützende Rolle spielten in diesem Jahr, begleitet durch Lehrerin Mandy Bleß, die Heilerziehungspfleger*innen des 2. und 3. Ausbildungsjahres des OSZ Prignitz. Indem sie als engagierte Kampfrichter*innen bei sechs verschiedenen Disziplinen an den unterschiedlichen Stationen aktiv wurden, sorgten sie dafür, dass die Sportler und Sportlerinnen die gleichen Chancen hatten, fair bewertet und natürlich ordentlich angefeuert wurden.

Nicht nur die Teilnehmenden bekamen eine Auszeichnung am Ende der Veranstaltung. Zur Anerkennung und Wertschätzung ihres Einsatzes erhielten auch die angehenden Heilerziehungspfleger*innen von den Organisatoren des Sportfestes eine Medaille als Dankeschön!

Großstadt trifft Kleinstadt

Zum Abschluss des Schuljahres durften die beiden Klassen der BFS 21 noch einmal an einem Projekt zum Thema „Stress und Motivation“ teilnehmen. Mit der Berliner Coachin Katrin Rahnefeld durften die Schülerinnen und Schüler zwei Schultage in entspannter Atmosphäre verbringen. Es war eine gute Abwechslung aus theoriebasierter Wissensvermittlung und praxisorientierten Übungen. Die angehenden Sozialassistenten*innen hatten viel Neues voneinander erfahren und auch viel Selbstreflexion geübt. Zudem konnten sie zwischendurch eine Traumreise zur Entspannung mitmachen. Einige Schülerinnen und Schüler wären dabei gerne auch eingeschlafen.

Das Projekt wurde im Rahmen des Projektes „Türöffner: Zukunft Beruf 2022“ organisiert und aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert.

Schülerin organisiert OSZ-Volleyball-Turnier

Leni Vietze aus der Klasse 12 der gymnasialen Oberstufe hatte vor einem Jahr die Idee, man könnte doch einmal ein Volleyball-Turnier für das gesamte Oberstufenzentrum Prignitz organisieren. Diese Idee stellte sie der Schulleitung vor, welche das Vorhaben absegnete. Also begann die junge Schülerin die Planung und holte sich noch weitere Unterstützer*innen mit an Bord.

Im Endeffekt war die Begeisterung der restlichen Schülerinnen und Schüler sogroß, dass sich 24 Mannschaften für das Turnier anmeldeten. Es gab sogar ein Lehrerteam, das für zusätzlichen Ansporn unter den Schülerinnen und Schülernsorgte. Im Vorfeld des Turniers gab es sehr viele Teams, die sich selbstorganisiert zum Üben getroffen haben – der Ehrgeiz war groß, die Gold-Medaillen und die leckere Benjamin Blümchen Torte abzustauben.

Am 10.07.2023 um 08.30 Uhr war es dann soweit: Der Schulleiter Herr Meyerhoff eröffnete das Turnier. Auf acht Feldern duellierten sich diezahlreichen Teams. Zusätzlich stellten die pausierenden Teams immer dasSchiedsrichtergespann. Der Wettergott hatte es an dem Tag auch gut mit den Mannschaften gemeint: Es war perfektes Volleyball-Wetter. Ungefähr drei Stunden lang spielten die 24 Teams um den Einzug in das Finale. Auch Kreativität kam an dem Tag nicht zu kurz. So nahmen beispielsweise Teams wie „Old Schmetterhand“, „Die Blockwürstchen“, „Ups, we hit it again“ oder „Die Schmetterlinge“ an diesem Turnier teil. Sehr beeindruckend war auch das Team „Baller die Waldfee“ der HEP21, die mit vier Spielern einen starken 4. Platz erreicht haben. Das Finale wurde zwischen den Teams „Teach Volleyballer“ und „Die Gummibärenbande“ bestritten.

Am Ende setzte sich das Team der Gummibärenbande um Leni Vietze gegen das Lehrerteam durch und beendete in einem spannenden Match das Turnier mit dem ersten Platz. So endete das erste große Volleyball-Turnier desOberstufenzentrum Prignitz.

Großer Dank geht noch einmal an Herrn Bockelmann vom EDEKA-Center Elbtalaue, der uns erneut mit einer großen Wasserspende unterstützt hat. Gerade bei diesen hohen Temperaturen half uns das sehr. Weiterhin möchten wir uns bei der Freizeitpark GmbH für die Zusammenarbeit bedanken.

Dieses Turnier wurde aus den Mitteln des Förderprogramms „Aufholen nach Corona“ finanziert.

Das Siegerteam „Die Gummibärenbande“
Ca. 250 SuS und Lehrerinnen und Lehrer waren an diesem Tag vor Ort

„Wer will fleißige Handwerker sehen…“

Die Schüler der BFS-GPlus Klasse durften sich in diesem Schuljahr 10 Tage handwerklich betätigen. In fünf verschiedenen Berufsfeldern (Holz, Metall, Elektro, Bau und Floristik) konnten sie sich jeweils an zwei Tagen in diesen Bereichen ausprobieren. Es wurden Mauern errichtet, Holzspiele gebaut und schöne Blumengestecke kreiert. Außerdem wurde ein Handystuhl aus Metall angefertigt oder ein elektronisches Reaktionsspiel zusammengelötet. Alle Schüler waren mehr als zufrieden und hätten gerne noch weitere Tage in den Werkstätten gearbeitet. Insbesondere der Bereich der Floristik und der Elektronik hatte es den Schülern angetan. Das Feedback freute natürlich die Ausbilder*innen der Bildungsgesellschaft mbH aus Pritzwalk. Für alle Beteiligten waren es 10 gelungene Tage und nun können sich die Schüler der BFS-G Plus Klasse erst einmal verdient auf die Sommerferien freuen.

Selbstangefertigter Blumenstrauß eines Schülers

Das Projekt wurde im Rahmen des Projektes „Türöffner: Zukunft Beruf 2022“ organisiert und aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert.

BESUCH  AUS  MADRID AM   OSZ PRIGNITZ

Pünktlich zum Schuljahresende kam uns auch in diesem Jahr wieder Diego aus Madrid besuchen.

Wie bereits im letzten Schuljahr kam der 26-jährige Telekommunikations-ingenieur in unseren Spanischkursen mit den Schülern und Schülerinnen ins Gespräch und tauschte sich mit den Jugendlichen über Hobbies, Gewohnheiten und Besonderheiten aus. Für unsere Schüler war es eine tolle Gelegenheit, das Gelernte anzuwenden und Erfahrungen aus erster Hand zu erhalten.

Nicht zuletzt unterstützte uns Diego in der Projektwoche bei der Komposition eines schuleigenen Songs, der nun nur noch mit Text unterlegt werden muss und dann fleißig zu allen wichtigen Anlässen gesungen werden kann.

                   Muchas gracias a Diego… y quizás hasta el proximo año?

KREATIVPROJEKT  schafft   BLEIBENDES  in  WITTENBERGE

13 Schülerinnen und 7 Schüler aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 haben in der diesjährigen Projektwoche in der Kita „Kleine Strolche“ im Gehrenweg sowie an der OSZ-Mauer etwas Bleibendes geschaffen.

Bereits im September letzten Jahres wandte sich Frau Hansen, Leiterin der Kita, an den Seminarkurs 12, um für die drei Container ihrer Einrichtung eine bunte Fassadengestaltung zu erbitten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam es dann im Rahmen der Projektwoche endlich zu einer Umsetzung.

Über die Motive wurde lange diskutiert. Letztendlich erwiesen sich die Bleistifteals das Beste, da es die Struktur des Containers aufnimmt und die Bleistifte in der entsprechenden Schattierung erscheinen lässt. Leni, Xenia, Lama, Lena S., Emma, Betty und viele weitere Schüler arbeiteten vier Tage mit großem Engagement.

Für die beiden Frontansichten wählten wir eine Art „Filmschnitt“ in den Grundfarben und Nichtfarben, welches stark an ein Motiv des niederländischen Malers Piet Mondrian erinnert. Auch das Motiv der beiden Kinder ist der Modernen Kunst entlehnt; der Luftballon in Herzform und die beiden Scherenschnitte gehen auf den Street-Art Künstler Banksy zurück und greifen zugleich das Logo der AWO auf – eine gelungene Kombination – wie wir finden.

Auch an dem Entwurf des Schriftzuges für die Mauer wurde einige Zeit getüftelt. Letztendlich diente die Idee von Viktoria Herrmann (Klasse 13) als Arbeitsgrundlage, welche ständig modifiziert wurde.

Schülerinnen der 12. Klasse nahmen dann im Kunstunterricht eine Farbauswahl vor und Maximilian Gölker aus dem Jahrgang entwarf den Schrifttyp, so dass es in der Projektwoche hauptsächlich um die Umsetzung ging, welche größtenteils von Josephine Gatzke, Philine, Mary, Laura, Angelina und Kalle vorgenommen wurde.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der Firma BRILLUX aus Wittenberge bedanken, die uns die Farben zu einem günstigen Preis verkauften.

Begleitet wurde das Projekt durch die Lehrerinnen Angelika Schönfelder, Birka Marx und Liane Richter.

OSZ SCHÜLER AUF MUSEUMSTOUR

Im Rahmen des Kunstunterrichts besuchten die Schüler und Schülerinnen des OSZ Prignitz im zweiten Halbjahr zwei interessante Museen.

Im Mai fuhren die Teilnehmer des GK-Kunst 12 ins Barberini nach Potsdam, wo wir nicht nur die Ausstellung „Sonne. Quelle des Lichts in der Kunst“ besuchten, sondern auch im Anschluss an einem Workshop teilnahmen und mit Blattgold die Impressionen der Ausstellung in eigene kleine Kunstwerke umsetzen konnten.

Wie die Sonne die Kunstgeschichte durchstrahlt, ist das Thema der großen kunsthistorischen Ausstellung. Namenhafte Künstler der Renaissance, des  Barocks, des Impressionismus, der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst haben der Sonne auf die eine oder andere Art gehuldigt.

Wir danken dem Niederländer Peter für seine anschauliche und frische Führung durch die Ausstellung.

Eine weitere Exkursion führte uns wieder nach Hamburg ins Museum für Kunst und Gewerbe.

Diesmal erstrahlte das Museum im neuen Glanz. Viele Räume wurden renoviert und farblich neugestaltet, so dass schon die Räumlichkeiten einen bleibenden Eindruck hinterließen.

Neben der ständigen Ausstellung, in der jeder Schüler Kunstwerke zu „seiner“ Epoche (vorangegangene Unterrichtseinheit zur Kunstgeschichte) finden konnte, zeigt das Museum gegenwärtig eine Sonderausstellung zu „50 Jahre Wer, Wie, Was! SESAMSTRASSE“, THE F*WORD Guerilla Girls und feministisches Grafikdesign sowie  “CAN YOU HEAR IT? MUSIK UND KÜNSTLICHE INTELLIGENZ”.  

Es gab Vieles auszuprobieren und zu entdecken und mit Sicherheit konnte jeder Schüler Neues und Interessantes entdecken.

Was habe ich nur getan, dass die mich mobben?

Von Lea Becker, Anastasia Bernhardt, Mehak Eman, Bettina Noak, Razan Faiad, Florian Turau

Du wirst in der Schule geschupst, bespuckt, lächerlich gemacht oder liest schlimme Dinge über dich auf dem Handy? Dann wirst du gemobbt. Mach schnell und erzähl es deiner Familie und deinen Lehrern. FOTO: DPA

Der Tag beginnt mit Bauschmerzen, weil in der Schule die Mobber warten. Viele Kinder und Jugendliche leiden unter Mobbing. Wen erwischt es? Und was ist Mobben überhaupt? Damit haben sich die Schüler der Berufsvorbereitungsklasse vom OSZ Prignitz beschäftigt. Und dann haben uns Lea, Anastasia, Mehak, Bettina, Razan, Celine und Florian diesen Text geschickt.

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland haben jeden Morgen Angst, in die Schule zu gehen. Sie erfahren körperliche und seelische Gewalt, werden bespuckt, gedemütigt, lächerlich gemacht, ausgegrenzt und verängstigt. Die Zahlen schwanken, aber inzwischen geht man davon aus, dass fast jeder dritte Schüler zum Opfer von Mobbing wird. 

Vor diesem Hintergrund hat sich unsere Klasse V 22.1 des OSZ Prignitz am Standort Pritzwalk mit dem Thema Mobbing in Schulen befasst. Ziel unseres Artikels ist es, über Mobbing aufzuklären und Betroffene zu ermutigen, sich Hilfe zu holen.

Was ist Mobbing?

Mobbing ist als aggressives Verhalten definiert, bei dem ein Opfer den schädigenden Handlungen eines oder mehrerer Täter ausgesetzt ist. Drei Aspekte sind dabei wichtig: 1. Die Schädigung passiert mit Absicht. 2. Die Handlungen geschehen wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg. 3. Zwischen Tätern und Opfern herrscht ein Ungleichgewicht der Kräfte, so dass die Opfer sich nicht angemessen wehren können.

Mobbing geschieht nicht nur auf dem Schulhof oder im Klassenzimmer. Auch das Internet und die Sozialen Medien sind Tatorte, Stichwort „Cybermobbing“.

Warum werden Kinder und Jugendliche gemobbt?

Wir haben festgestellt, dass die Täter viele Gründe dafür angeben, warum sie Menschen mobben: weil sie ein anderes Aussehen haben, die falsche Musik hören, die falsche Kleidung tragen, eine andere Nationalität oder Religion haben, weil sie gut in der Schule sind, weil sie schlecht in der Schule sind, weil sie zu arm sind, weil sie zu reich sind, weil sie körperlich anders sind, schüchtern sind und, und, und… Den Tätern ist alles recht, um ihr Handeln zu rechtfertigen.

Was passiert mit den Opfern? 

Die Folgen sind dramatisch. Die Opfer stehen enorm unter Stress. Sie verlieren ihr Selbstvertrauen und ihre Lebensfreude. Sie leiden häufig unter Schlafstörungen, Angstreaktionen oder Magen-Darm-Problemen. Sie verletzen sich selbst, werden depressiv oder entwickeln sogar Selbstmordgedanken. 

Wer sind die Täter?

Täter können Kinder und Jugendliche sein, die sich gegenüber den Opfern in einer Machtposition befinden. Sie sind selbstbewusster, mental und/oder physisch stärker als die Opfer. Sie treten selbstsicher auf, führen eine einflussreiche Gruppe in der Klasse an und lösen nicht nur bei den Opfern Furcht aus, sondern manchmal sogar bei den Erwachsenen. Außerdem gibt es neben den Tätern in der Klasse auch immer noch die Helfer, Mitläufer und Beobachter, die dazu beitragen, dass das Mobbing nicht aufhört. 

Wichtig war uns noch, dass es auch Lehrer gibt, die Schüler mobben. Zum Beispiel, wenn sie mit deren Eltern ein Problem haben, wenn Schüler nicht den Anforderungen der Lehrer entsprechen oder langsamer lernen. Mobbing von Lehrern äußert sich darin, dass sie Schüler vor der Klasse lächerlich machen, sie nie loben, sie einfach übersehen und manchmal sogar die Täter in der Klasse beim Mobbing unterstützen.

Was kann man dagegen tun?

Wichtigste Regel: Die Opfer sind nicht selbst schuld!!

Wenn ihr betroffen seid, sprecht eure Eltern, Lehrer oder andere Vertrauenspersonen gezielt an und bittet um Hilfe. Lasst euch nicht abweisen. Sucht euch Verbündete in der Klasse. Bei allen Arten von Mobbing solltet ihr Beweise sichern, eure Erfahrungen dokumentieren, im Falle von „Cybermobbing“ Screenshots machen. 

Wenn ihr Mobbing beobachtet, lasst die Opfer nicht allein. Erzählt die Probleme Lehrern, Eltern oder anderen Erwachsenen. Bittet darum, Mobbing zum Thema in der Klasse oder der Schule zu machen, zum Beispiel in einem eigenen „Anti-Mobbing-Projekt“.

Wohin kann ich mich wenden?

An dieser Stelle noch zwei Notfallnummern: 

Kinder- und Jugendtelefon: 0800-1110333 / 116 111

Telefonseelsorge: 0800-1110111 / 116 123

Vielleicht hilft euch auch dieses Buch weiter: Norman Wolf, Wenn die Pause zur Hölle wird. Wie du dich gegen Mobbing stärkst und Selbstvertrauen gewinnst. 2. Auflage 2022.

Zisch – Zeitung in der Schule
31.05.2023, 12:44 Uhr

„Kleiner“ Besuch in der Ausstellung „WAS UNS BEWEGT“

Mitte März führten Schüler*innen des Seminarkurses Kunst 12 und 13 Sechstklässler*innen von der Wittenberger Jahnschule durch ihre Ausstellung im Stadtmuseum „Alte Burg“.

Frau Kerstin Schulz und Frau Katharina Steger begleiteten ihre Schüler*innen, die mit großen Augen und voller Erwartung im Museum eintrafen. In einer lockeren Runde führten die Großen die Kleinen durch die Kunstausstellung und immer, wo es etwas Interessantes zu hinterfragen oder zu besprechen gab, legten die Schüler*innen eine Pause ein und überließen den jeweiligen Künstlern*innen das Wort. 

Schnell wurde deutlich, dass Themen wie Verschmutzung der Meere, der Ukraine-Krieg, das Artensterben auch für die Sechstklässler keine Neuigkeiten waren. Angeregt durch die Kunstwerke kamen sie schon nach kurzer Zeit mit den Großen ins Gespräch und stellten mutig ihre Fragen. 

Immer wieder wurde spürbar, dass die brennenden Fragen unserer Zeit sowohl die älteren als auch die jüngeren Schüler*innen bewegen und dass ein Austausch darüber wichtig ist.

Wir bedanken uns für das Interesse und die Gelegenheit, unsere Ausstellung anderen Schüler*innen präsentieren zu dürfen. 

                                                Die Schüler*innen des SK-Kunst 12/13

Startertreffen – Zeitensprünge in Potsdam

20 Jahre»Zeitensprünge« in der Prignitz Jugendliche erforschen Geschichte

Lokale Geschichten erforschen, Spuren suchen, Bezüge zur Weltgeschichte herstellen, das ist für Jugendliche spannend. Das finden auch Fariba, Sondous, Belal und Ashkan, die in Karstädt und Wittenberge leben. Sie und vier andere Prignitzer Jugendliche gewannen kürzlich eine Projektförderung unter dem Titel: »Reißverschluss der Kulturen. Das Jahr vor dem Ende der DDR-Diktatur bis zur Deutschen Einheit«. Dieses Projekt wird von der Kommunikationsdesignerin Simone Ahrend und von der Kunstlehrerin Liane Richter begleitet.
Um für diese Spurensuche gewappnet zu sein, fuhren sie zu einem Workshop des Landesjugendrings nach Potsdam, den »Zeitwerk«, die Beratungsstelle für lokale Jugendgeschichtsarbeit im Jugendzentrum Freiland in Potsdam anbot.

Wir möchten darüber berichten. Am Sonnabend, 04. März 2023, fuhren wir sehr früh mit dem Zug. Die Fahrt war sehr unterhaltsam und die ODEG pünktlich in Potsdam. Begrüßt wurden wir mit einem Snackbuffet. Schnell lernten wir weitere Jugendgruppen kennen, die zu anderen Themen forschen werden. Unser Thema heißt: Reißverschluss der Kulturen? Um das zu erklären, verfassten wir vier Prignitzer für die Vorstellungsrunde ein Gedicht und trugen es vor: Die deutsche Kultur / braucht eine neue Struktur / und eine neue Skulptur. Mit Ärger und Rassismus / machen wir Schluss / und schließen den Reißverschluss.

Silvana Hilliger von der Jury der Zeitensprünge-Projekte hatte auch ein Gedicht verfasst, das alle Forschungsprojekte vorstellte, in unserem geht es um die politische Wende, das Jahr vor dem Mauerfall, und wie dieses Ereignis das Leben vieler Menschen veränderte und bis heute in die Gesellschaft hineinwirkt. Das war faszinierend. Nach dem Beifall beteiligten wir uns an einem Workshop: »Von wegen staubig«. Dort ging es darum, anhand einer Geschichte zu erkunden, wodurch ein Arbeitgeber in seinen Restaurant gestorben ist und welche Quellen darüber berichten. Wir diskutierten und die Lösung war einfacher als wir dachten. Der zweite Workshop »Und was siehst du?«, war sehr bereichernd und informativ. Dort haben wir gelernt, was Fake News sind, wie man sie schnell erkennt. Mit der coolen Google Lens App experimentierten wir, luden Bilder hoch und fanden Quellen heraus. Dort kann man Bilder hochladen und Vergleichsbilder sehen. Mit dieser Methode kann man erkennen, ob es sich bei dem jeweiligen Bild um Fake News handelt.

In der Mittagspause wurden wir mit einem leckeren, vegetarischen Mittagessen versorgt. Unsere Wünsche wurden erfüllt und die Gastgeber des Projektes waren dort sehr engagiert.

Im dritten und letzten Workshop »Lebendige Geschichte« des Tages schauten wir uns an, wie ein Interview mit DDR-Zeitzeugen gelingen kann. Offene Fragen stellen. Zuhören. Nachfragen. Das sind hilfreiche Aspekte. Während der Rückreise verfassten wir diesen Zeitungsartikel.

Simone Ahrend befasst sich seit 20 Jahren mit Zeitensprünge und springt mit einem künstlerischen Forschungsansatz mit den Jugendlichen in die Geschichte. Sie möchte Jugendliche unterstützen, die Menschen über ihre Vergangenheit zu befragen, ihre eigene Gegenwart zu beleuchten, zu gestalten und Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Die Jugendlichen suchen nun eine Interviewpartnerin, die die Zeit vor der Wende erlebt hat und die von den Veränderungen berichten kann, dabei gibt es immer wieder Vergleiche: Was haben die Interviewpartnerinnen gemacht, als sie ebenso alt waren wie die Jugendlichen jetzt, was hat ihnen geholfen, kluge Entscheidungen für das Leben zu treffen?

Von Sondous Rima, Fariba und Ashkan.